02. Januar 2021, 07:02 Uhr

EC Bad Nauheim

EC Bad Nauheim: Zwischen Hurra-Stil und Absicherung

Der EC Bad Nauheim hat die Gegentorflut (erstmal) gestoppt! Jetzt soll gegen Dresden an die starken Heimspiele aus dem ersten Saisonviertel angeknüpft werden.
02. Januar 2021, 07:02 Uhr
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Von Michael Nickolaus
Mit Klemmbrett und Stift: Die Anweisungen von Trainer Hannu Järvenpää haben die Mannschaft vor der Partie in Landshut offenbar erreicht. Die Gegentorflut wurde gestoppt. Nun geht’s für die Roten Teufel zu Hause gegen Dresden. FOTO: CHUC

Hannu Järvenpää spricht - auf den EC Bad Nauheim bezogen - zum Jahreswechsel von »Wärme und Hoffnung«. Einen Punkt hatte seine Mannschaft am Mittwoch aus Landshut entführt, den ersten Zähler nach zuvor fünf überwiegend deutlichen Auswärtsniederlagen. Die Gegentorflut war beim 2:3 nach Penaltyschießen gestoppt worden. »Die Art und Weise, wie die Jungs nach dem 0:8 gegen Kassel aufgetreten waren, gibt mir ein gutes Gefühl«, sagt der Trainer der Roten Teufel. Das Heimspiel am Sonntag (17 Uhr/Sprade TV) gegen die noch kriselnden Dresdner Eislöwen bildet nun den Auftakt ins Jahr 2021, in eine Serie von weiteren sieben Spielen in nur 17 Tagen.

In Landshut hatte die Roten Teufel wieder die Balance zwischen Hurra-Offensive und Absicherung der Defensive gefunden, wurden nicht in der neutralen Zone überrannt. »Die Jungs hatten sich selbst gesagt: Genug ist genug«, hat Järvenpää einen recht einfachen Erklärungsansatz, nachdem sich die Mannschaft mit hohem Risiko zuletzt mehrfach um Kopf und Kragen gespielt hatte.

Ob Förderlizenzspieler Jan Luca Sennhenn (die Kölner Haie spielen am Sonntag in Krefeld zur Verfügung steht) war am Neujahrstag ebenso offen die der Einsatz von Freddy Cabana, dessen Comeback am Montag nach zwei Dritteln beendet war.

Zwischen den Jahren im Fokus: Sandro Mayr und Noureddine Bettahar, die nun jeweils drei Spiele absolviert haben. »Sandro bringt den Eishockey-IQ mit. Er kann das Spiel lesen. Dass er im Profi-Bereich etwas Zeit braucht, muss man ihm zugestehen«, sagt Järvenpää über schmächtigen Verteidiger, der im Vorjahr noch in der U17 für Rosenheim gespielt hatte. Bettahar blieb - in den Reihen drei und vier pendelt - noch unauffällig. »Er ist ein positiver Charakter, kann physisch spielen, wenn es nötig nicht. Ich bin froh, dass er bei uns ist«, sagt sein Trainer.

Mit frischem Wind

In Dresden haben Geschäftsführer Maik Walsdorf und der Sportlicher Berater Marco Stichnoth auf den enttäuschenden Saisonstart reagiert. Rico Rossi wurde am vergangenen Samstag - nach einem Derby-Sieg - von seinen Aufgaben entbunden. Mit Andreas Brockmann, der in den vergangenen vier Spielzeiten mit dem ESV Kaufbeuren erfolgreich gearbeitet hatte, ist der Nachfolger bereits gefunden worden. Zum Einstand gab’s ein 3:4 nach Penaltyschießen gegen die derzeitige Überflieger-Mannschaft aus Kassel.

Rossi war es - trotz namhafter Nachverpflichtungen wie Thomas Supis und Roope Ranta - nicht gelungen, die Mannschaft aus dem Tabellenkeller zu führen. Nick Huard und auch Ranta (in sechs Spielen noch ohne Treffer) konnten die Erwartungen noch nicht erfüllen, und auch der mit viel Vorschusslorberren verpflichtete Dennis Swinnen kommt bislang auf gerade einmal drei Scorerpunkte. Verschenkt scheint die Kontingentspielerlizenz auf der Torwart-Position. Riku Helenius wurde von Brockmann sogleich aus überzähliger Kontingentspieler auf die Tribüne geschickt. Zwischen den Pfosten konnte der 19-jährige Nick Vieregge das Vertrauen rechtfertigen.



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