03. Mai 2021, 21:52 Uhr

World Athletics Relays

Erster internationaler Titel für Sprinter Steven Müller von der LG ovag Friedberg-Fauerbach

Steven Müller von der LG ovag Friedberg-Fauerbach ist längst in der deutschen Sprint-Elite angekommen. Nun hat er bei den World Athletics Relays auch seinen ersten internationalen Titel geholt.
03. Mai 2021, 21:52 Uhr
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Von Julia Nestle
Nicht olympisch, aber erfolgreich ist die DLV-Staffel über 4x 200 Meter bei den World Athletics Relays im polnischen Chorzow. Steven Müller von der LG Friedberg-Fauerbach (2. v. r.) freut sich mit seinen Teamkollegen Felix Straub (l.), Lucas Ansah-Peprah und Owen Ansah (r.). (Foto: Gladys Chai von der Laage via www.imago-images.de (www.imago-images.de))

Am Sonntagabend um 20.15 Uhr war es soweit: Steven Müller von der LG ovag Friedberg-Fauerbach hatte den bislang größten Erfolg seiner Karriere errungen. Bei den Staffel-Weltmeisterschaften in Chorzów (Polen), offiziell als World Athletics Relays bekannt, gewann er über 4x200 Meter die Goldmedaille.

Ein toller Erfolg für den 30-jährigen Sprinter, der nach den Europameisterschaften 2018 in Berlin, der Team-EM ein Jahr später und den Weltmeisterschaften 2019 in Doha nun zum vierten Mal in Folge innerhalb von drei Jahren das Nationaltrikot bei internationalen Titelkämpfen tragen durfte.

Das honorierte auch sein Bundestrainer, der vor allem die schnelle Zeit des deutschen Quartetts heraushob. In 1:22,43 Minuten sprinteten die vier Athleten ins Ziel. Müller legte als Startläufer mit einem starken Rennen den Grundstein für die Medaille. Nach einer sauberen, sicheren Staffelholz-Übergabe auf Felix Straub (Leipzig), konnte er sich den Rest des Rennens von Lucas Ansah-Peprah und Owen Ansah (beide Hamburg) fast schon entspannt anschauen, hatte die deutsche Staffel im Ziel doch knapp zwei Sekunden Vorsprung auf die Staffeln aus Kenia und Portugal - im Sprint eine kleine Welt.

»Wir haben vor dem Start gesagt, dass ein Platz auf dem Treppchen schon toll wäre. Aber dass es dann direkt Gold geworden ist, hat uns natürlich mega gefreut«, sagte Müller am Tag danach, der mit den anderen deutschen Athleten übrigens zum ersten Mal in dieser Formation und auch zum ersten Mal überhaupt eine 4x200 Meter Staffel gelaufen ist. Die Strecke ist im Gegensatz zur 4x100-Meter und 4x400Meter-Staffel nicht olympisch. »So kann man in die Saison starten, das ist eine tolle Motivation und jetzt geht es step by step weiter«, freute sich der amtierende deutsche 200-Meter-Meister.

Und auch von seinem Verein kommen Glückwünsche: »Wir freuen uns vom TSV bzw. der LG ovag mega für Steven. Das war der beste Saisonstart, den man ihm hätte wünschen können. Jetzt heißt es Daumen drücken, dass für die Vorbereitung Richtung Olympia alles passt«, sagte TSV-Leistungssportchef Lars Hieronymi, der Müllers Rennen wie viele andere Vereinskollegen auch im Internet verfolgt hatte.

Dass die Bedingungen vor Ort mit kaltem und sehr windigen Wetter alles andere als optimal waren, hat auch Trainer Otmar Velte gesehen. Insgesamt war der Erfolgscoach aber zufrieden. »Das war ein schöner Einstieg«, kommentiert er, und weiter: »Wir haben die vergangenen drei Wochen eine sehr intensive Vorbereitung gehabt, aber ich habe natürlich auch gesehen, dass da noch ein bisschen mehr drin ist.«

Olympia als großes Ziel

Bei welchem Wettkampf dann »mehr« drin sein könnte, steht aufgrund der aktuellen Situation rund um die Coronavirus-Pandemie noch nicht fest. »Wir schauen jetzt in Ruhe, bei welchem Meeting Steven als nächstes starten wird«, erklärte Velte. Das große Ziel von seinem Schützling und ihm in diesem Jahr ist und bleibt der Start bei den Olympischen Spielen in Tokio.



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