04. Juni 2021, 20:43 Uhr

Eishockey

Frist versäumt - DEL-Traum für Kassel schon geplatzt?

Entsetzen in Kassel und Dresden: Die Löwen Frankfurt und die Bietigheim Steelers sind die einzigen beiden Eishockey-Zweitligisten Klubs, die von der DEL im kommenden Jahr als Aufsteiger zugelassen sind.
04. Juni 2021, 20:43 Uhr
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Aus der Redaktion

Die Bietigheim Steelers und die Löwen Frankfurt sind die beiden einzigen Teams der Deutschen Eishockey-Liga 2, die in der kommenden Saison aufsteigen könnten. Mit den entsprechenden Unterlagen hatten auch die Kassel Huskies und die Dresdner Eislöwen ihre Interesse signalisiert. Nach DEL-Angaben hätten diese beiden Klubs allerdings nicht die vorgegebene Frist gewahrt. Das teilte die DEL am Mittwoch mit.

Bietigheim könnte allerdings bereits in der kommenden Saison im Oberhaus spielen. Die Steelers gewannen den Titel in der DEL2 und schafften damit den sportlichen Aufstieg. Derzeit werden die Lizenzunterlagen der Süddeutschen geprüft. Sollte es keine Einwände geben, geht die DEL in der kommenden Saison mit 15 Teams an den Start. Dann könnte nur Frankfurt in der nächsten Saison aufsteigen - wenn sie sie sich sportlich qualifizieren und die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen erfüllen.

In Kassel scheint also der Aufstieg in die erste Klasse des deutschen Eishockeys, den die Nordhessen für die kommende Saison sportlich denkbar knapp verpasst haben, mit dieser Nachricht bereits unmöglich, bevor die neue Spielzeit der DEL2 überhaupt begonnen hat. Kein Wunder, dass Geschäftsführer Joe Gibbs spürbar mitgenommen war. »Wir haben diese Nachricht erhalten. Ich bin sehr überrascht. Wir haben aber keine Begründung erhalten. Deshalb kann und will ich mich jetzt noch nicht dazu äußern«, sagt Gibbs. Alle Unterlagen seien fristgerecht im Mai eingereicht worden. Der Antrag auf ein Aufstiegsrecht 2022/23 ebenso wie der Lizensierungs-Antrag im Fall des Aufstiegs für die kommende Saison. Die DEL-Bürgschaft in Höhe von 816 000 Euro war bereits zu Beginn der abgelaufenen Spielzeit hinterlegt worden, als die DEL den Huskies das Aufstiegsrecht erteilt. Unter Auflagen, weil in Kassels Eishalle noch Modernisierungs-Maßnahmen nötig sind. Die Bürgschaft blieb auch für 22/23 stehen. Die Huskies werden die Entscheidung vermutlich rechtlich prüfen lassen, sobald sie die Begründung der DEL kennen.

All das rückte die erste Nachricht des Tages etwas in den Hintergrund: die Verlängerung von Kehler. Die Vorzeichen dafür sprachen schon in den letzten Wochen eine deutliche Sprache. Kehler selbst sagte im Gespräch mit unserer Zeitung: »Es ist meine Absicht, hier Trainer zu bleiben.« Ähnlich äußerte sich Gibbs, der sagte, man sei mit Kehler sehr zufrieden, er habe einen sehr guten Job gemacht. Kehler geht in seine vierte Saison als Trainer der Huskies. 2018 kam er im November nach Kassel - zunächst mit Bobby Carpenter im Trainerduo, ab Dezember dann als alleiniger Verantwortlicher. »Ich freue mich, als Cheftrainer der Kassel Huskies zurückkehren zu können«, wird Kehler in einer Huskies-Mitteilung zitiert, in der er auch den DEL-Aufstieg als (langfristiges) Ziel ausgibt. Inwiefern das nun von den Mitteilungen am Mittwochnachmittag beeinflusst wird, bleibt zunächst abzuwarten.



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