30. Oktober 2021, 11:21 Uhr

Fußball

Gruppenliga: Formstarke Beienheimer gehen als Rangvierter ins Duell gegen Königstein

Zwei Teams sorgen aus Wetterauer Sicht derzeit für Furore in der Gruppenliga. Neben dem neuen Spitzenreiter SC Dortelweil ist das der SKV Beienheim, der am Sonntag Königstein empfängt.
30. Oktober 2021, 11:21 Uhr
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Michael Ochere und sein SKV Beienheim sind mit Platz vier derzeit mehr als im Soll. FOTO: CHUC

Die Topgruppe der Fußball-Gruppenliga Frankfurt-West hat sich formiert: Der SC Dortelweil führt die Liga seit Donnerstag an, von den Wetterauer Teams hat zudem der SKV Beienheim als Vierter eine vordere Position inne. Die Dortelweiler haben am 15. Spieltag nun gegen Olympia Fauerbach die Chance, den »Platz an der Sonne« zu behalten. Beienheim trifft mit dem 1. FC-TSG Königstein auf den Siebten. Etwas rausgerutscht aus der Spitzengruppe sind dagegen der FC Karben und der Türkische SV Bad Nauheim. Beide gehen am Sonntag allerdings als Favorit in ihre Spiele.

SKV Beienheim - 1. FC-TSG Königstein (Sonntag, 15.30 Uhr): Was geht in dieser Saison für Beienheim? Einiges. Denn es läuft zurzeit einfach alles: Am Mittwochabend ein verdienter Derbysieg gegen den FC Karben, der sechste »Dreier« in Folge. Die Mannschaft bringt die Euphorie auf den Platz, trifft zum richtigen Zeitpunkt - und hat auch mal das notwendige Spielglück. Mit den drei Punkten unter der Woche hat der SKV den vierten Rang gefestigt und gehört zur Spitzengruppe. In dieser Gegend möchte die Truppe von Coach Matthias Tietz nun bleiben. Königstein kommt mit zwei Siegen in Folge im Gepäck, traf beide Male gleich fünffach. Die Gäste scheinen gefährlich, setzen sich konstant gegen mittelklassige Gegner durch. Sobald es gegen die Topklubs geht, ist für das Team allerdings nicht viel zu holen. Entsprechend gut stehen die Chancen für die Beienheimer am Sonntag.

SV Steinfurth - DJK Bad Homburg (Sonntag, 15.30 Uhr): Steinfurth ist weiterhin auf dem vorletzten Rang, jetzt kommt die Chance gegen die DJK: Der Gegner steht nur zwei Plätze weiter vorne und hatte in dieser Saison bereits so seine Probleme. Der Unterschied: Bad Homburg stellt zum einen mit 28 Toren eine wesentlich stärkere Offensive und hat zum anderen zuletzt bei einem Sieg und einem Remis seine Stärke bewiesen. Mit elf Zählern ist die DJK zudem in Reichweite der Nicht-Abstiegsränge. Für Steinfurth ist die Luft dagegen etwas dünner, des Weiteren klagt man aktuell über Ausfälle. Zuletzt gab’s zwei verhältnismäßig knappe Niederlagen, man schlug sich vor allem defensiv ordentlich. Daraus muss man nun die Kraft für die Partie gegen den »Kellerkonkurrent« schöpfen.

SC Dortelweil - FCO Fauerbach (Sonntag, 15.30 Uhr): Dortelweil ist ganz oben angekommen: Der Sieg am Donnerstag beim Türkischen SV brachte die Mannschaft vor die SF Friedrichsdorf. Es war der dritte Zu-Null-Sieg in Folge - die Mannschaft scheint nach wie vor in Topform und ist gegen Olympia der klare Favorit. Denn während die Dortelweiler mit einem Kantersieg im Rücken in den Sonntag starten, hadern die Fauerbacher noch mit der 0:5-Klatsche gegen Usingen. Eine kränkelnde Offensive, umstrittene Schiedsrichter-Entscheidungen, fünf Gegentore: Es gab einiges, womit man nicht zufrieden war. »Das müssen wir jetzt abhaken und wieder fit werden«, sagt Sprecher Jürgen Güssgen. Denn die Lage um die Abstiegsränge hat sich zugespitzt: Viele Kellerteams haben unter der Woche gepunktet. Es scheint nicht unwahrscheinlich, dass Fauerbach am Sonntag auf die Abstiegsränge rutscht. Denn für Punkte beim Ligaprimus bräuchte es schon eine dicke Überraschung.

SG Westend Frankfurt - FC Karben (Sonntag, 15.30 Uhr): Zwei Niederlagen in Folge und die so guten Aussichten des FC Karben sind etwas trüber. Doch man sieht die Pleiten gegen Beienheim und Dortelweil gelassen: »Das waren beides starke Gegner, die Mannschaft hat toll gekämpft. Wegen zwei solchen Niederlagen werden wir nicht nervös«, sagt Trainer Karl-Heinz Stete. Man richte den Blick nach vorne und wolle zusehen, dass man die Punkte gegen Teams auf Augenhöhe holt. Dazu gehört auch der kommende Kontrahent. Der Rang-17. kassierte zuletzt zwei Pleiten, erwies sich aber schon oft als tückisch. Entsprechend konzentriert geht man von Karbener Seite in die Partie. Der Kader ist bis auf Torhüter Leos Hundermark, der sich am Knie verletzt hat, vollständig. Für Hundertmark wird Markus Christ zwischen den Pfosten stehen.

Türk. SV Bad Nauheim - SV Gronau (Sonntag, 15.30 Uhr): Der nächste harte Gegner für Gronau, doch auf beiden Seiten läuft es nicht rund: Gronau kassierte unter der Woche eine deutliche Niederlage gegen Königstein, der Türkische SV kam gegen Dortelweil nach guter Anfangsphase unter die Räder. So ist der Klub auch aufgrund vieler Gegentore auf den neunten Rang abgerutscht. Jetzt kommt die Chance, wieder dreifach zu punkten. Für das Schlusslicht wird die Lücke zu den Nicht-Abstiegsrängen immer größer - zehn Punkte sind es mittlerweile. Auch gegen Königstein waren es mal wieder einige »Slapstick-Tore«, die die 0:5-Niederlage einleiteten. So stand es bereits nach kurzer Zeit 0:3. Folglich gilt es für die Gronauer, gegen den Türkischen SV einen solch schlechten Start zu vermeiden - und womöglich die aktuelle Schwächephase der Gegner für sich gewinnbringend zu nutzen.



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