Handball

Tauber: »Die Wettquoten wären gigantisch«

(jms) Seit Saisonbeginn ist Sven Tauber Trainer der SU Nieder-Florstadt. Dabei hat der 37-jährige Übungsleiter nach zwei Auftaktniederlagen in der Handball-Bezirksoberliga längst wieder das Ruder herumreißen können. Die SU steht gut in der Tabelle da. Im WZ-Interview äußert sich der Coach über die Situation der Liga.
21. Oktober 2011, 10:23 Uhr
Sven Tauber ist mit dem Start der SU Nieder-Florstadt zufrieden.	(Foto: Chuc)
Sven Tauber ist mit dem Start der SU Nieder-Florstadt zufrieden. (Foto: Chuc)

Sven Tauber, am vergangenen Wochenende waren Sie mit Ihrer Mannschaft spielfrei. Haben Sie die freie Zeit genutzt?

Tauber: Auf jeden Fall, denn wir haben unsere Gegner beobachtet und neue Erkenntnisse gewonnen. So waren wir mit elf Mann bei unserem kommenden Gegner in Wettenberg und haben deren Spiel gegen Langgöns gesehen. Andere von uns waren in Mainzlar, Mörlen und Oppershofen unterwegs, um sich ein Bild von der Liga zu machen.

Welchen Eindruck haben Sie und Ihre Mitstreiter gewonnen?

Tauber: Es bewahrheitet sich das, was wir von Beginn an gesagt haben. Wenn man nicht 100 Prozent fit und konzentriert ist, wird man keine Punkte holen. Es ist sehr schwierig, etwas vorauszusagen. Die Wettquoten wären gigantisch. An einem guten Tag kannst man gegen jeden gewinnen, an einem schlechten Tag gegen jeden verlieren. Auch Wettenberg hat gegen Langgöns bis zur letzten Minute um Punkte gespielt. Die muss man erst einmal schlagen, was sehr schwer werden wird. Aber wir müssen von Spiel zu Spiel denken und wollen natürlich unseren Aufwärtstrend fortsetzen. Jedem muss aber klar sein, dass dies in dieser Runde kein Selbstverständnis ist.

Mit 6:4 Punkten und zuletzt drei Siegen in Folge kann man in Nieder-Florstadt von einem gelungenen Saisonstart sprechen, oder?

Tauber: Ja, wir hatten uns in einem aus den ersten fünf Spielen wirklich etwas ausgerechnet. Bei den anderen Teams dachten wir, dass sie ein bisschen weiter sind. Uns hat sicher unsere Unbefangenheit geholfen, Punkte zu holen. Wir können jeden schlagen und gegen jeden verlieren. Entscheidend wird sein, wie die jungen Spieler im Kopf klar kommen.

Haben Sie darüber nachgedacht, die Zielsetzung zu verändern? Mit bereits sechs eingefahrenen Punkten könnte man den Druck intern doch erhöhen....

Tauber: Unser erstes Ziel ist es nach wie vor, 20 Punkte zu holen. Da halte ich es wie Otto Rehhagel, der auch erst einmal die Punkte für den Klassenerhalt holen wollte. Wir haben da erst 6:4 Punkte stehen - nicht mehr.

Sie sind vor der Runde als neuer Trainer in Florstadt angetreten. Gibt es da Dinge, die Sie überrascht haben?

Tauber: Positiv überrascht worden bin ich von den A-Jugendlichen, den Zweitmannschaftsspielern und den Spielern, die zuvor lange außer Gefecht waren. Sie sind alle sehr engagiert bei der Sache, und jedem hilft dem anderen.

Artikel: https://www.giessener-allgemeine.de/sport/lokalsport-wz/handball/Handball-Tauber-Die-Wettquoten-waeren-gigantisch;art1825,63694

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