27. Oktober 2021, 06:55 Uhr

Fussball-Hessenliga

Hessenliga: Klare Rollenverteilung vor dem Wetterau-Derby

Türk Gücü Friedberg trifft am Mittwoch in der Fußball-Hessenliga auf den FV Bad Vilbel. Die Rollen scheinen klar verteilt.
27. Oktober 2021, 06:55 Uhr
ACE
Kwonsu Lee (rechts) von Türk Gücü Friedberg setzt sich in dieser Szene gegen Robin Dankof vom TuS Dietkirchen durch. Am Mittwoch kommt’s in Ober-Rosbach zum Derby der beiden Wetterauer Hessenligisten, wenn der FV Bad Vilbel zu Gast ist. FOTO: JAUX

In der Fußball-Hessenliga steht mal wieder eine englische Woche ins Haus, gleichwohl die letzte in diesem Jahr. In der Gruppe B treffen am heutigen Mittwochabend (19.45 Uhr) die beiden Vertreter des Kreises Friedberg zum zweiten Mal in dieser besonderen Saison aufeinander. Türk Gücü Friedberg erwartet den FV Bad Vilbel zum Wetterauer Derby - und beide Vereine stehen nach wie vor in dieser Elferstaffel in der unteren Zone der Tabelle.

Während die Gastgeber am Sonntag durch das 3:0 gegen TuS Dietkirchen ihre Unentschieden-Serie beendeten und mittlerweile schon seit sieben Partien ungeschlagen sind, erlitten die Vilbeler zeitgleich durch die 0:3-Heimniederlage gegen Viktoria Griesheim einen herben Rückschlag, nachdem es zuvor mit vier Punkten aus zwei Spielen einen kleinen Aufwärtstrend zu verzeichnen gab.

Dass Friedberg bei fünf Punkten Rückstand auf den Rangfünften SV Zeilsheim weiter den Anschluss an die Play-off-Zone sucht, ist eindeutig. Pressesprecher Selim Karanfil fand die drei Punkte gegen die Limburger Vorstädter »wichtig für die Moral. Das kann uns einen Push geben, um die benötigte Siegesserie zu starten«. Beeindruckend war die Sicherheit und das Tempo im Spiel der Kreisstädter, die souverän und spielbestimmend agierten. Defensiv wie offensiv erfüllten die Fußballer von TürkGücü-Trainer Carsten Weber ihre Aufgaben, hatten eine hohe Geschwindigkeit im Umschaltspiel und kreierten Überraschungsmomente, die zu mehr Torgefährlichkeit führten.

Gegen Bad Vilbel erwartet Karanfil aufgrund des Derbycharakters wie immer ein interessantes Spiel, das eine ordentliche Kulisse an den Ober-Rosbacher Eisenkrain spülen soll. Nachdem die Freikartenaktion gegen Dietkirchen mit 180 Zuschauern wieder etwas mehr Fußball-Interessierte anlockte, erwarten die Verantwortlichen am Mittwoch trotz normaler Eintrittspreise eine ähnliche Zahl. »Mit 200 Zuschauern wären wir sehr zufrieden«, sagt Karanfil, der sportlich gesehen die Favoritenrolle annimmt: »Alles andere als ein Sieg wäre eine Enttäuschung.«

Am Niddasportfeld sieht Bad Vilbels Trainer Amir Mustafic sein junges Team natürlich in der Außenseiterrolle. Nachdem es am 5. September eine unglückliche 0:1-Heimniederlage gegen Friedberg gab, wollen die Grün-Weißen diesmal etwas mitnehmen. »Türk Gücü verfügt zweifellos über den stärkeren Kader, aber im Fußball ist alles möglich«, verdeutlicht der erfahrene Coach.

Mit der Anfangsphase gegen Griesheim war Mustafic eigentlich zufrieden, »doch dann haben wir durch Unachtsamkeiten das Spiel in 20 Minuten verloren.« Vor allem gegen den Ball müsse sein Team besser arbeiten, um die durch jugendlichen Leichtsinn entstehenden Fehler zu vermeiden. Dass die Abstiegsrunde unumgänglich ist, war von vorneherein klar.



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