17. Oktober 2021, 22:18 Uhr

»Schloggebacher« retten Remis

17. Oktober 2021, 22:18 Uhr
Trotz bester Chancen beim 1:1 seiner Elf im Verfolgerduell ist Nieder-Weisels Trainer Gökhan Kocatürk mit der Leistung seiner Mannschaft »absolut zufrieden.« FOTO: NICI MERZ

Viel besser hätte der Sonntagnachmittag aus Sicht des spielfreien Tabellenführers TSG Ober-Wöllstadt nicht laufen können, denn alle Verfolger ließen Federn: Während der SV Nieder-Weisel und der TSV Dorn-Assenheim sich beim 1:1 gegenseitig die Punkte wegnahmen, unterlag der SV Teutonia Staden beim VfB Friedberg mit 1:3 und der SV Bruchenbrücken verlor ein vogelwildes Spiel beim FC Ober-Rosbach mit 4:5. Im Tabellenmittelfeld trennten sich die FSG Burg-Gräfenrode und die Spvgg. 08 Bad Nauheim 1:1, am Tabellenende gewann ein verstärktes Team von Türk Gücü Friedberg II 4:3 bei Schlusslicht FC Hessen Massenheim.

SV Nieder-Weisel - TSV Dorn-Assenheim 1:1 (0:1): Die Anfangsviertelstunde gehörte den Gästen aus Dorn-Assenheim. Bereits nach acht Minuten beförderte Frederic Nockemann das Leder per Kopf ins eigene Tor, nachdem Torhüter Hendrik Maas eine verunglückte Flanke von Maurice Klaus zuvor noch parieren konnte. In der Folge bestimmten die Hausherren das Spielgeschehen und erarbeiteten sich eine Fülle an Torchancen. Vor der Pause scheiterte Sebastian Volp mit einem Kopfball aus kurzer Distanz sowie per 18-Meter-Schuss an Gästekeeper Marcel Pflug. Nach dem Wechsel fand auch Manuel Volp in Pflug seinen Meister, während Adrian Vogt den Ausgleich aus kurzer Distanz verpasste und Marcel Belke der Pfosten im Weg stand. Eine Viertelstunde vor dem Ende belohnten sich die Platzherren im Anschluss an eine Freistoßflanke von Marius Milek mit dem hochverdienten Ausgleichstreffer durch Sebastian Volp. »Wir waren die klar bessere Mannschaft und haben definitiv zwei Punkte liegenlassen. Aber auch wenn wir nicht gewonnen haben, bin ich mit der Leistung meiner Mannschaft absolut zufrieden«, sagte Nieder-Weisels Trainer Gökhan Kocatürk. - Im Stenogramm / Schiedsrichter: Schmidt (Nidda). - Zuschauer: 150. - Tore: 0:1 (8.) Nockemann (ET), 1:1 (75.) Sebastian Volp.

VfB Friedberg - SV Teutonia Staden 3:1 (1:1): Der erste Sieg der Kreisstädter seit sechs Spielen. Die Friedberger starteten mit Druck, kamen durch Dominique Ware schnell gefährlich vor den Kasten - Michael Schäfer erzielte folgerichtig das 1:0 per 30-Meter-Schuss (9.). Doch Staden kam zurück: Nach 23 Minuten eine Doppelchance der Gäste »aus dem Nichts« und wenig später der Ausgleich durch Yannick Schichtel (24.). Das Spiel kippte nun, Staden schien überlegen, Friedberg-Keeper Rusev fischte allerdings die Bälle regelmäßig aus den Ecken. Und wurde nach der Pause auch in der Offensive wichtig, als er einen Strafstoß sicher zum 2:1 verwandelte. Die Überlegenheit der Gäste war nun Geschichte, die Partie flachte etwas ab - und Friedberg sicherte sich mit dem 3:1 kurz vor Schluss durch Waldemar Patzwald endgültig den Sieg (83.).

Im Stenogramm / Schiedsrichter: Mohr (Waldgirmes). - Zuschauer: 70. - Tore: 1:0 (9.) Schäfer, 1:1 (24.) Schichtel, 2:1 (50.) Rusev, 3:1 (83.) Patzwald.

FC Ober-Rosbach - SV Bruchenbrücken 5:4 (3:2): Offene Tore, eine späte Wende und Diskussionen - in Ober-Rosbach war alles dabei. Zunächst lag Bruchenbrücken durch Christopher Römer (4.) vorne, anschließend drehten Pasqualino Belanzano (7.) und Celil Günay (18.) die Partie. Das anschließende 2:2 der Gäste war umstritten: Heim-Keeper Patrik Cakalic ließ nach einem Kontakt mit Tim Rubenschuh den Ball fallen, letzterer schob zum 2:2 ein. Noch vor der Pause lag allerdings wieder die Heimelf durch Jordanis Triantanfyllou (35.) vorne. Im zweiten Durchgang war dann Bruchenbrücken-Libero Tristan Semmerau zweimal im Fokus: Nach 54 und 81 Minuten schoss er die Gäste zu 4:3-Führung. Doch die Sache noch war nicht durch, denn Ober-Rosbach zog nun Defensiv-Mann Triantafyllou nach vorne - und dieser netzte tatsächlich zweimal und drehte so die Partie in letzter Sekunde.

Im Stenogramm / Yigit (Bad Orb). - Zuschauer: 55. - Tore: 0:1 (4.) Römer, 1:1 (10.) Belanzano, 2:1 (18.) Günay, 2:2 (30.) Rubenschug, 3:2 (35.) Triantafyllou, 3:3 (54.) Semmerau, 3:4 (81.) Semmerau, 4:4 und 5:4 (89., 90.+1) Triantafyllou.

FSG Burg-Gräfenrode - Spvgg. 08 Bad Nauheim 1:1 (0:0): »Eigentlich war es ein 0:0-Spiel«, sagte Roggaus Trainer Florian Fünffinger nach der Partie. »Dann kam eine wirklich verrückte Schlussphase.« Mehr als 90 Minuten hatten sich beide Teams neutralisiert, Chancen waren Mangelware. Nachdem Fran David Jimenez in der zweiten Minute der Nachspielzeit gefoult wurde, gab es Elfmeter für die Gäste, der Gefoulte verwandelte selbst. Doch auf der Gegenseite sollte Marcus Vancura dasselbe Schicksal blühen: Er wurde erst gefoult, trat selbst an und verwandelte drei Minuten später zum Ausgleich. »Eigentlich war beide Szenen nicht elfmeterwürdig, das haben alle gesagt«, erklärte Fünffinger - entsprechend gerecht war das Remis. - Im Stenogramm / Schiedsrichter: Ghaffar (Schlüchtern). - Zuschauer: 65. - Tore: 0:1 (90.+2/FE) Jimenez, 1:1 (90.+5/FE) Vancura.

FC Hessen Massenheim - Türk Gücü Friedberg II 3:4 (1:2): Viermal gingen die Gäste im Kellerduell in Führung, »nur« dreimal hatte Massenheim eine Antwort. »Ich muss der Mannschaft trotzdem ein Kompliment machen, Einstellung, Laufbereitschaft und Kampf haben gepasst«, sagte FC-Spielausschuss-Boss Christian Dickhardt. »Wenn wir mit dieser Einstellung in die letzten beiden Spiele vor der Winterpause geben, können wir etwas holen - wir müssen es auch.« Die Massenheimer hielten die Partie gegen die mit einer Handvoll Hessenliga-Spielern gespickte Gäste-Elf bis zum Ende offen: Kento Hyodo (8., 45./FE) und Peter Jos (56.) schossen Friedberg dreimal in Front, Yannik Dillenseger nach sehenswerten Hackenvorlage von Leo Stotz (35.), Timo Hofmann (48.) und Alexander Märcz (79.) glichen dreimal aus. Hyodo hatte allerdings in der Schlussminute das letzte Wort - wie beim 0:1 und vor dem 1:2 hatte Shelby Printemps die Vorarbeit geleistet. - Im Stenogramm / Schiedsrichter: Dossena (Offenbach). - Zuschauer: 50. - Tore: 0:1 (8.) Hyodo, 1:1 (35.) Dillenseger, 1:2 (45.+1/FE) Hyodo, 2:2 (48.) Hofmann, 2:3 (56.) Jost, 3:3 (79.) Märcz, 3:4 (90.) Hyodo.



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