18. Mai 2021, 16:00 Uhr

Motorsport

Schnabl Engineering: Solide Ergebnisse trotz Schrecksekunden

Dem Butzbacher Rennstall Schnabl Engineering gelingt beim Qualirennen auf der Nordschleife eine durchaus respektable »Generalprobe«. Anfang Juni steigt das 24h-Rennen.
18. Mai 2021, 16:00 Uhr
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Beim Qualifikationsrennen bekommen die Fahrer der beiden Falken-Porsche genug Einsatzzeit. FOTO: GRUPPE C PHOTOGRAPHY

Die »Generalprobe« ist geglückt, der Saisonhöhepunkt kann kommen: Schnabl Engineering hat beim sechsstündigen Qualifikationsrennen zum 24h-Rennen auf der Nürburgring-Nordschleife mit den Positionen sechs und 20 die Vorbereitung auf den Langstrecken-Klassiker abgeschlossen. »Wir sind jetzt wieder einen Schritt weiter«, sagt Teamchef Sven Schnabl. »Als ›Generalprobe‹ war dieses Rennen für uns absolut in Ordnung.«

Schon das Zeittraining war ordentlich verlaufen für das Einsatzteam von Falken Motorsports: Klaus Bachler, Martin Ragginger, Sven Müller und Lance-David Arnold stellten den Porsche 911 GT3 R mit der Nummer 44 in 8:17,653 Minuten auf den neunten Platz unter 83 Teilnehmern - mit einem Rückstand von 1,6 Sekunden auf die Spitze. Das Schwesterauto mit der Nummer 33 und den Fahrern Klaus Bachler, Dirk Werner, Thomas Preining und Alessio Picariello war mit 8:18,089 Minuten nur minimal langsamer und belegte Rang elf. »Damit hatten wir uns in eine gute Ausgangsposition gebracht«, sagt Schnabl.

Das Rennen selbst stand für Schnabl Engineering ganz im Zeichen von weiteren wichtigen Tests für das 24h-Rennen. Das Team verwendete unterschiedliche Medium- und Hard-Pneus und räumte allen Fahrern genug Zeit im Cockpit ein, um nach insgesamt 41 Runden auf der 25,378 Kilometer langen Kombination aus Grand-Prix-Strecke und Nordschleife bereit zu sein für den Saisonhöhepunkt im Juni.

Der Falken-Porsche mit der Nummer 33 erwischte aber keinen guten Auftakt: Noch in der ersten Rennstunde drehte sich das Fahrzeug auf einer Ölspur, wobei Bachler einen Einschlag in die Streckenbegrenzung vermeiden konnte. Beim folgenden Boxenstopp unterlief dem Team dann ein minimaler Zeitfehler: Die Standzeit war 0,1 Sekunden zu kurz, sodass eine 33-Sekunden-Zeitstrafe ausgesprochen wurde.

»Gleich zwei Rückschläge binnen weniger Runden, das war bitter«, sagt Teamchef Schnabl. »Trotzdem haben sich die Fahrer noch gut durchgekämpft.« Allerdings nicht ohne eine weitere Schrecksekunde: Weil sich vor ihm ein anderes Fahrzeug gedreht hatte, leitete Werner ein Ausweichmanöver ein, was zu einem Leitplankenkontakt führte. Unter anderem Felgen und Seitenteile waren in Mitleidenschaft gezogen worden. Am Ende kreuzte das Fahrzeug 5:46 Minuten hinter dem siegreichen Frikadelli-Porsche die Ziellinie, auf Gesamtplatz 20.

Besser lief es für das Schwesterauto mit der 44. Ein Rückstand von 1:48 Minuten auf die Spitze bedeuteten bei Rennende Position sechs für das Falken-Quartett, als viertbester Porsche-Vertreter im Feld. »Weil wir aber nochmals vieles ausprobiert haben, ist dieser Rückstand nicht sehr repräsentativ«, schätzt Teamchef Schnabl. »Technisch jedenfalls lief alles einwandfrei, Fahrer und Team haben wieder tolle Arbeit geleistet.« Aufgrund der Ereignisse rund um die Nummer 33 bewertete er das Wochenende als »insgesamt durchwachsen«.

Das 24h-Rennen, die größte Motorsport-Veranstaltung in Deutschland, steigt vom 3. bis 6. Juni auf der Nürburgring-Nordschleife, und Schnabl Engineering ist mit beiden Autos dabei. Die wichtigsten Fahrzeugkomponenten befinden sich aktuell noch in der Revision und werden Ende Mai in der Teamzentrale in Butzbach zurückerwartet.



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