30. Oktober 2021, 10:01 Uhr

Handball-Landesliga

TG Friedberg: Frühzeitig Planungssicherheit schaffen

Die TG Friedberg will in der Handball-Landesliga eine erneute Zittpertie vermeiden.
30. Oktober 2021, 10:01 Uhr
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Von Sascha Kungl
Die TG Friedberg vor der Saison 2021/22. Unser Bild zeigt (hintere Reihe von links) Benedikt Ploner, Lasse Merten, Max Beyster, Noah Methner, Vladut Vlad; (mittlere Reihe) Jana Pabst, Jannik Seibert, George Cadar, Marcel Jonscher, Ole Reeb, Luca Sattler, Sascha Weigel, Coach Michael Razen; (vorne) Patrick Engel, Philipp Engel, Fynn Merten, Radu Balasz, Jonas Bisesch, Lasse Milius, Tim Durchdewald. FOTO: PM

Der Kampf um den Klassenerhalt war bei den Landesliga-Handballern der TG Friedberg in den vergangenen Jahren häufig bis zum letzten Spieltag ein Thema. Das macht es den Verantwortlichen, was die Planungen für die Folgesaison angeht, häufig schwer. »In diesem Jahr wollen wir von Beginn an fleißig punkten, damit wir mit dem Abstieg nichts zu tun bekommen und früh Planungssicherheit für die nächste Saison haben. Ziel muss es sein, den Verein langfristig in der Landesliga zu etablieren«, erklärt TGF-Coach Michael Razen, der im vergangenen Jahr nach siebenjähriger Tätigkeit beim TSV Lang-Göns zu den Kreisstädtern gewechselt war.

Miz Patrick Engel, Philipp Engel und Sascha Weigel hatte er zudem gleich drei Akteure im Gepäck. »Ursprünglich hatte ich geplant, eine Pause vom Handballsport einzulegen. Die Hartnäckigkeit der Friedberger Verantwortlichen, die immer wieder mal bei mir angeklopft hatten, hat mich letztlich aber davon überzeugt, das Angebot der TG anzunehmen«, nannte Razen die Gründe für seinen Wechsel in die Kreisstadt. Nach der langen Coronapause blickt der Friedberger Übungsleiter nun auf seine erste Saison mit den Kreisstädtern. Zum Start geht’s heute (19 Uhr) zu Hause gegen die HSG Goldstein/Schwanheim

Was hat sich personell getan? Nach 15-monatiger Pause ist Torhüter Radu Balasz im August wieder ins Training eingestiegen. Der Rumäne hebt das Niveau des Friedberger Kaders noch einmal an. »Er ist eine wahnsinnige Verstärkung für uns«, sagt auch Razen. Dagegen hat sich Marco Zinnel aus beruflichen Gründen der zweiten Mannschaft der Kreisstädter angeschlossen. Alexander Briesen und Marc Popp sind im Sommer zum Bezirksoberligisten MSG Florstadt/Gettenau gewechselt.

Wie lief die Vorbereitung? Die Saisonvorbereitung war aufgrund der Corona-Situation wie für alle anderen Mannschaften auch deutlich anders als gewohnt. »Mit sechs Monaten war die Vorbereitungsphase extrem lang«, erklärt Razen. Viel kam dabei auf die Trainingssteuerung an. »Wann macht man Pausen, wie planst du Spiele - mit all diesen Fragen haben wir uns intensiv beschäftigt.«

Der Verlauf der Saisonvorbereitung glich für die Friedberger einer Berg- und Talfahrt. Zu Beginn war der Kader selten vollzählig, was mit den ersten Urlauben, aber auch mit Impfpausen zu tun hatte. Anschließend hatten die Kreisstädter eine starke Phase, in der man den Karl-Hoffmann-Cup der HSG Dilltal gewinnen konnte. Im Anschluss daran folgte die nächste Urlaubsphase, ehe man sich in den vergangenen zwei Wochen noch einmal intensiv auf den Saisonstart vorbereitete. Mit Lasse Merten und Moah Methner haben die Friedberger aktuell zwei Verletzte zu beklagen. Ein Einsatz zum Rundenstart gegen die HSG Goldstein/Schwanheim ist noch fraglich. Tim Durchdewald hat sich eine Kreuzbandverletzung zugezogen und wird wohl die komplette Saison ausfallen.

Was ist das Ziel? Für die Kreisstädter geht es darum, so schnell wie möglich in den Spielrhythmus zu kommen und früh die ersten Punkte einzufahren. Ziel des Klubs ist es, lange um Platz drei und die damit verbundene Aufstiegsrunde mitzuspielen. »Selbst wenn wir diese verpassen sollten, wollen wir genug Punkte gesammelt haben, um nicht gleich in Nöte zu geraten«, erklärt Razen, der die Leidenschaft, mit der die Jungs auf dem Parkett zu Werke gehen, als größte Stärke seiner Mannschaft sieht.

Neben der starken Deckungsarbeit konnten die Friedberger auch die Disziplin im Angriff deutlich verbessern. »Hier sind wir deutlich strukturierter geworden und spielen einen schnelleren Handball im Vergleich zu den Vorjahren«, verrät Razen. Mit sechs Rückraumakteuren sind die Kreisstädter quantitativ wie qualitativ auf dieser Position sehr gut aufgestellt. Auch auf Linksaußen und der Torhüterposition gehören die Friedberger zum Besten, was die Landesliga Mitte zu bieten hat.

Das sagt der Trainer: »Zum Favoritenkreis zählt für mich das Trio aus Lumdatal, Hüttenberg und Holzheim. Dahinter erwarte ich einige Teams auf Augenhöhe. Dazu gehören Kastel, Griedel, Idstein, Wiesbaden und auch Heuchelheim. Gespannt bin ich auf die Mannschaften aus Linden und Epla. Uns würde ich in der Verfolgergruppe einordnen. Wenn wir es in die Aufstiegsrunde der besten Drei schaffen, wäre das ein großer Erfolg.«

Kader / Zugänge: keine. - Abgänge: Alexander Briesen, Marc Popp (MSG Florstadt/Gettenau).

Tor: Radu Balasz, Jonas Bisesch, Fynn Merten. - Außen: Philipp Engel, Marcel Jonscher, Vladut Vlad, Lasse Merten, Lasse Millius. - Rückraum: Max Beyster, Luca Sattler, Patrick Engel, Sascha Weigel, Benedikt Ploner, George Cadar, Henning Kiel. - Kreis: Ole Reeb, Jannik Seibert, Noah Methner.



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