24. Oktober 2021, 09:45 Uhr

Lokalsport

TG Friedberg: Funktionäre mit »Bürgerpreis« ausgezeichnet

Thomas Keck, Julia Mörler und Jakob Sommer von der TG Friedberg sind seit vielen Jahren ehrenamtlich tätig. Dieses Engagement wurde jetzt mit dem »Bürgerpreis« gewürdigt.
24. Oktober 2021, 09:45 Uhr
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Von Peter Hett
Die geehrten Ehrenamtlichen der TG Friedberg: Unser Bild zeigt (von links): Jakob Sommer, Julia Mörler und Thomas Keck. FOTO: HETT

Sie werden oftmals als der Kitt der Gesellschaft bezeichnet. Unzählige Ehrenamtliche, die sich in ihrer Freizeit freiwillig und ohne Bezahlung für das Gemeinwohl einsetzen. In Anerkennung dieses Einsatzes würdigt die Stiftung der Sparkasse Oberhessen das herausragende Engagement von Personen, Initiativen und Unternehmen aus der Wetterau und dem Vogelsberg mit dem »Bürgerpreis Oberhessen«; in diesem Jahr unter anderem Thomas Keck, Julia Mörler und Jakob Sommer von der TG Friedberg.

Der Ehrenamtspreis ist mit über 10 000 Euro dotiert und wird in den drei Kategorien »Alltagshelden«, »Lebenswerk« und »Engagierte unter 30 Jahren« vergeben. Es sollen damit Menschen hervorgehoben werden, die sich ehrenamtlich für die Gesellschaft stark machen und sich für andere einsetzten. In den drei Kategorien werden Hauptpreise (1000 Euro) und Anerkennungspreise (250 Euro) vergeben.

Die Preise kommen gemeinnützigen Organisationen der Region zugute, die von den Preisträgern ausgewählt werden. Eine Jury, zu der unter anderen auch der Wetterauer Landrat Jan Weckler und sein Vogelsberger Kollege Manfred Görig gehören, wählt aus den rund 60 Vorschlägen 21 Preisträger aus. Lediglich sechs davon waren Ehrenamtler aus Sportvereinen.

In der Kategorie Lebenswerk wurde Thomas Keck geehrt. Der End-50er hat mit 13 Jahren angefangen, bei der TG Handball zu spielen. Über lange Jahre war er eine der Stützen in der ersten Herrenmannschaft. Schon früh trainierte er Jugendmannschaften, später dann sowohl die zweite als auch die erste Herrenmannschaft. Als Schiedsrichter stand er ebenfalls zur Verfügung. Derzeit ist er Männerwart.

Neben ihm wurden in der Kategorie »Engagierte unter 30 Jahren« noch Julia Mörler und Jakob Sommer für ihr Engagement ausgezeichnet. Die 25-jährige Julia Mörler begann als kleines Kind in der Turnabteilung und ist später in die Handballabteilung gewechselt. Ein freiwilliges soziales Jahr absolvierte sie 2015 bei der TG. Sie arbeitete als Trainerin bei E- und D-Jugend, ist zweite Vorsitzende des Fördervereins und im Vorstand tätig. Den Grundstock für die Trainertätigkeit hat sie mit der Ausbildung zum C-Trainer erlangt.

Der 17-jährige Jakob Sommer begann vor sieben Jahren mit dem Handballsport. Trotz seiner jungen Jahre arbeitete er bereits als Trainer der Maxis und der C-Jugend. Seit 2020 begleitet er das Amt des Jugendvertreters. Eine Sport-Assistenten-Ausbildung machte er 2017, während die geplante Ausbildung als Kinder-Handball-Trainer, als erstem Schritt zum C-Schein, der Corona-Pandemie zum Opfer fiel, aber nachgeholt werden soll.

Die Ehrungen, die mehrere Generationen abdeckt, lösen zugleich einen Motivationsschub aus.. »Thomas und auch die anderen, wie zum Beispiel Uli Kaffenberger und Peter Schubert, sind Vorbilder für uns und leben für den Verein«, stellt Julia Mörler fest. »Ich finde es halt toll wie die jungen Leute, und nicht nur die beiden, sondern viele andere, die wir bei der TG haben, sich einbringen und engagieren. Es ist super zu sehen, dass nachfolgende Generationen nachrücken und Verantwortung übernehmen«, freute sich TG-Urgestein Thomas Keck.

Und wie fällt die Reaktion von Ulrich »Uli« Kaffenberger, dem Abteilungsleiter Handball bei der TG Friedberg, zu dieser Ehrung für drei seiner Mitstreiter aus? »Erst einmal macht es unheimlich stolz, dass aus einer großen Zahl von Bewerbungen, drei Ehrenamtliche aus unserem Verein ausgewählt und so ausgezeichnet wurden. Es ist unsere Zielsetzung, dass wir die Verbindung hinbekommen zwischen den Älteren und den Jüngeren, sie gemeinsam ins Boot holen und unsere Idee vom Handball oder vom Verein oder der Gemeinschaft weiter entwickeln. Das sind jetzt hier die Leuchttürme an denen sich andere orientieren können«, zeigt Kaffenberger die Bedeutung dieser Ehrung auf.



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