11. Juni 2021, 07:00 Uhr

Kreisoberliga Friedberg

TSG Ober-Wöllstadt vor der Kreisoberliga-Saison: Die Ambitionen bleiben

Die TSG Ober-Wöllstadt ist durch Coronavirus-Pandemie ausgebremst worden. Doch nun soll es in der Fußball-Kreisoberliga Friedberg schon bald ähnlich erfolgreich weitergehen.
11. Juni 2021, 07:00 Uhr
Die TSG Ober-Wöllstadt will auch in der neuen Saison ihre Anhänger durch Offensivfußball begeistern - und kann sich vorstellen, auch im Kampf um den Gruppenliga-Aufstieg ein Wörtchen mitzureden. (Foto: Jaux)

Ein neuer Ansatz, ein breiter Kader, kompensierte Schwächen - dies sollte die Basis für eine erfolgreiche Saison bei der TSG Ober-Wöllstadt werden. Nach vollzogenem Trainerwechsel sollte Harez Habib diese neue Philosophie auf dem Wöllstädter Kunstrasen etablieren. Einen Platz unter den besten fünf Teams der Kreisoberliga Friedberg hatte man als Saisonziel ins Auge gefasst. Ausgebremst wurde dieses Unterfangen schließlich durch die erneute Corona-Pause und den damit einhergehenden Rundenabbruch Mitte Oktober.

Doch seitdem war man nicht untätig rund um den Kunstrasen an der Römerhalle. Zum Jahreswechsel stand der seit längerer Zeit geplante Übergang in der Verantwortung für den Seniorenbereich an. Auf Stefan Schneider, der seit 2018 für dieses Ressort verantwortlich war, folgt nun Dominic Köbel. Klarheit herrscht ebenfalls auf der Trainerbank. Habib wird als verantwortlicher Coach in seine zweite Amtszeit gehen, ihm zur Seite steht weiterhin Ertan Sen. Und auch im Bereich der zweiten Mannschaft gibt es positive Meldungen. Die letzte Saison aus der Taufe gehobene SG Wöllstadt geht in die Fortsetzung, hier steht weiterhin Frank Peter für den Zusammenschluss aus »Blauen« und »Roten« an der Seitenlinie. Die eingangs erwähnten Ziele haben damit weiterhin Bestand. Wie diese erreicht werden sollen, skizziert Habib im Interview.

Herr Habib, Sie kennen die TSG Ober-Wöllstadt von beiden Seiten, als Spieler und als (Spieler-)Trainer. Welchen Eindruck haben Sie vom Verein?

Ich sehe bei der TSG große Parallelen zu meinem letzten Verein FC Karben. Hier arbeitet ein stabiler Vorstand, bei der TSG ist alles klar strukturiert und top vorbereitet. Man kann in vertrauensvoller Atmosphäre und mit klaren Kompetenzverteilungen seinen Trainerjob ausüben. Das erleichtert vieles ungemein, ich fühle mich wirklich wohl in Ober-Wöllstadt. Die TSG genießt mittlerweile auch unter Spielern einen guten Ruf in der Wetterau, der Verein hat auf jeden Fall an Attraktivität gewonnen. Als Beweis dient hier für mich die eine oder andere aktive Anfrage durch Spieler an meine Person.

Momentan ist durch die Lockerungen wieder ein normaler Trainingsbetrieb möglich, Testspiele können vereinbart werden und auch die abgebrochene Pokalrunde steht vor einer Fortsetzung. Wie gehen Sie mit dieser Situation um?

Wir haben wieder angefangen zu trainieren, allerdings ist dies eine Art »Soft Opening«. Der Schwerpunkt liegt momentan auf Koordination und Technik, alles Weitere ergibt in meinen Augen nach der langen Pause wenig Sinn. Man merkt aber, dass die Jungs Bock haben auf Fußball, als Beweis dient bei jeder Trainingseinheit ein volles Haus auf dem Sportgelände. Testspiele werden wir erst im Rahmen unserer Vorbereitung vereinbaren, zum jetzigen Zeitpunkt erscheint mir das Verletzungsrisiko noch zu hoch. Zwar sind wir nach unserem Sieg über den FC Olympia Fauerbach noch im Pokal vertreten, doch spielt dies momentan nur eine sekundäre Rolle. Wir werden jede Lösung akzeptieren und als weitere Trainingsmöglichkeit annehmen.

Gab es Veränderungen im Kader, um die gesteckten Ziele zu erreichen?

Bereits im Winter hatten wir zwei Abgänge mit Kubilay Yasaroglu (Türk Gücü Friedberg II, Anm. d. Red.) und Inacio Teixeira (FC Olympia Fauerbach, d. Red.). Weiterhin wird uns unser dritter Torwart Kevin Langer in Richtung Staden verlassen. Mit Max Brauburger, Loris Hannemann und Hannes Bechtloff kehren drei Langzeitverletzte zurück. Und mit Erkan Gök (SKV Beienheim, d. Red.), Alper Gökalp (FC Ober-Rosbach, d. Red.) und Ole Hellwig (SpVgg. Bad Homburg) können wir drei Neuzugänge vermelden, die unseren ohnehin schon gut besetzten Kader nochmals aufwerten.

Zum Abbruch der vergangenen Runde standen Sie auf Platz drei. Fünf Siege in Serie plus das Weiterkommen im Pokal haben aufhorchen lassen und die Erreichung des Ziels einer Top-fünf-Platzierung nachdrücklich untermauert. Mit welchen Ambitionen gehen Sie in die neue Runde?

Mit einer Formulierung von Zielen in Form von Tabellenplätzen tue ich mir schwer. Mir ist es wichtig, dass wir jedes Wochenende eine Top-Leistung abrufen, dass meine Mannschaft eine klare Spielphilosophie verfolgt und wir unseren Zuschauern guten Offensivfußball anbieten können. Es wird auch in der kommenden Runde gelten, dass es schwer werden wird, uns an einem guten Tag zu schlagen. Und wir werden bestimmt einige gute Tage haben. Die Mannschaft hat eine sehr gute Altersstruktur, spielt im Kern schon lange zusammen. Grundsätzlich sollte man bei uns schon die Möglichkeit einkalkulieren, dass die TSG das erste Mal in der Vereinsgeschichte in die Gruppenliga aufsteigen könnte. Doch auch andere Teams wie Nieder-Weisel, unser Nachbar aus Nieder-Wöllstadt oder auch der VfB Friedberg werden versuchen, eine gute Rolle zu spielen. Es steht uns aus meiner Sicht eine spannende Runde mit einer breiten Spitze bevor.

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