30. Oktober 2021, 10:00 Uhr

Handball-Landesliga

TSV Griedel: Das obere Tabellendrittel im Blick

Der TSV Griedel mit einem eingespielten und etablierten Kader in die Handball-Landesliga-Saison - und kann einen Rückkehrer begrüßen.
30. Oktober 2021, 10:00 Uhr
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Von Sascha Kungl
Der TSV Griedel vor der Saison 2021/22: Unser Bild zeigt (hintere Reihe von links): Henri Vogel, Lukas Kipp, Constantin Jantos, Thomas Graßl, Dimitri Brunz, Marvin Grieb, Sascha Siek und Jannik Kuhl; (vorne) Werbepartner Marc-Olaf Kaiser, Pascal Ohrisch, Tobias Marx, Marco Pajung, Hendrik Krüger, Sandro Krüger, Nils Siek, Trainer Dirk Schwellnus und Teammanager Jürgen Weiß. Es fehlen: Artan Nuradini, Wanja Köhler und Romeo Rejab, Teamarzt Dr. Wolfgang Pörschke und Physiotherapeutin Sarah Vogl. FOTO: PM

Der TSV Griedel blickt auf seine fünfte Saison in der Handball-Landesliga Mitte. Mit guten Leistungen in den vergangenen Jahren hat man sich in der zweithöchsten Spielklasse Hessens etabliert. In sieben der letzten neun Jahre spielten die Butzbacher Vorstädter oberhalb des Bezirks. »Das ist ein enorm großer Erfolg für einen eigenständigen Verein«, erklärt Teammanager Jürgen Weiß.

Nachdem der Verein mit finanziellen und ideellen Aufwand im vergangenen Jahr das erste Saisonspiel durchgeführt hatte, war die Saison abgebrochen worden. Erst sieben Monate später konnten die Griedeler wieder mit der Vorbereitung auf die 2021/22 beginnen. »Besonders für die jungen Spieler, die im Vorjahr aus der A-Jugend gekommen sind, war diese Situation eine sportliche Katastrophe. Sie konnten bisher keine Erfahrung im Spielbetrieb sammeln und wurden in ihrer sportlichen Entwicklung gebremst«, hadert Weiß. »Nun hoffen wir, dass die Saison wie geplant über die Bühne gehen kann. Alle Spieler unserer Mannschaft erfüllen die 2G-Regeln und übernehmen damit Verantwortung für unseren Sport.« Der TSV Griedel spielt in der zweigeteelten Liga zunächst gegen die Teams aus dem Bezirk Gießen. Zu Start geht’s heute (20 Uhr) gegen Linden

Was hat sich personell getan? Der Kader ist mit Ausnahme von Steffen Roth zusammengeblieben. Für Roth kehrt Marco Pajung von der MSG Florstadt/Gettenau zwischen die Griedeler Pfosten zurück. Von der Bundesliga-A-Jugend der HSG Wetzlar kommt Romeo Rejab zu den Butzbacher Vorstädtern. Bereits im vergangenen Jahr konnte man Rückraum-Allrounder Thomas Graßl und den oberligaerfahrenen Kreisläufer Pascal Ohrisch verpflichten. Mit Jannik Kuhl auf Rechtsaußen kam ein zweiter Linkshänder zum TSV-Team hinzu.

Wie lief die Vorbereitung? Die Vorbereitung auf die Spielzeit 2021/22 begann für die Griedeler bereits mit dem Abbruch der Vorsaison. »Wir haben uns lang und intensiv auf die neue Spielzeit vorbereitet. Mit jeder Woche sind die Vorfreude auf den Rundenbeginn und die Intensität in den Trainingseinheiten gestiegen. Wir konnten mit unserem Mannschaftskern weiter an unserem Spielkonzept arbeiten und haben mit dem Trainingslager in Kirchheim drei Wochen vor Rundenbeginn den Grundstein für eine erfolgreiche Saison gelegt«, erklärt Rückraumakteur Constantin Jantos. Rechtsaußen Jannik Kuhl hat sich im Trainingslager am Fußgelenk verletzt und wird den Saisonauftakt gegen die HSG Linden womöglich verpassen.

Was ist das Ziel? In den vergangenen Spielzeiten konnten sich die Griedeler stetig steigern. Mit den Plätzen acht, sieben und sechs beendete man die vergangenen drei Spielzeiten durchaus erfolgreich. Trainer Dirk Schwellnus geht in seine vierte Saison und kann auf 15 Feldspielern und zwei Torhütern zurückgreifen. Die Mischung aus erfahrenen und jungen Spielern stimmt. »Da wir seit unserem Aufstieg im Mannschaftskern nahezu unverändert geblieben sind, gehen wir mit einer eingespielten, etablieren Mannschaft ins Rennen. In einem zweigeteilten Ligasystem ist es dieses Jahr unser Anspruch, an die gute Entwicklung der vergangenen Jahre anzuknüpfen und im oberen Tabellendrittel zu landen«, erklärt Jantos. Viel wird davon abhängen, wie die Mannschaft aus den Startlöchern kommt. »Aufgrund der Zweiteilung der Liga hat die Saison eine ganz neue Dynamik. Schon mit zwei, drei schlechten Spielen nimmt man sich womöglich die Chance, an der Aufstiegsrunde teilzunehmen. Dementsprechend attraktiv kann die Saison werden, da es in nahezu jedem Spiel um alles geht«, glaubt Rechtsaußen Sandro Krüger.

Das sagt der Trainer: »Im Gießener Bezirk muss sicher mit der HSG Lumdatal und dem TV Hüttenberg gerechnet werden. Im Raum Frankfurt sollte Friedberg auf Grund der namhaften Neuzugänge eine gute Rolle spielen. Wir haben es in den letzten Jahren geschafft, uns in der Landesliga zu etablieren und arbeiten weiter daran, den Griedeler Weg auch in der Zukunft erfolgreich zu gestalten.«

Kader / Zugänge: Marco Pajung (MSG Florstadt/Gettenau), Romeo Rejab (HSG Wetzlar U19). - Abgang: Steffen Roth (Pause).

Tor: Marco Pajung, Hendrik Krüger. - Rückraum: Wanja Köhler, Artan Nuradini, Nils Siek, Lukas Kipp, Constantin Jantos, Marvin Grieb, Thomas Graßl, Dimitri Brunz, Romeo Rejab. - Außen: Sascha Siek, Jannik Kuhl, Henri Vogel, Sandro Krüger. - Kreis: Pascal Ohrisch, Tobias Marx. - Trainer: Dirk Schwellnus.



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