14. November 2021, 22:16 Uhr

Fußball-Hessenliga

Türk Gücü Friedberg: Ein Pünktchen beim Schlusslicht in Ginsheim

War das das Ligagesicht von Türk Gücü Friedberg? Nach dem Pokal-Coup unter der Woche kamen die Kreisstädter in der Hessenliga nicht über ein 1:1 beim Rangletzten in Ginsheim hinaus.
14. November 2021, 22:16 Uhr
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Aus der Redaktion
Berat Karabey (VfB Ginsheim) nimmt es hier mit den Friedbergern Eray Eren (links) und Noah Michel auf. FOTO: KRÄMER

Dass sie weder dieses Fußballspiel noch das Ergebnis beglückte, konnte man schon aus ihrer Mimik ablesen. Die Trainer der Hessenligisten Türk Gücü Friedberg, Carsten Weber, sowie VfB Ginsheim, Matthias Güldener, sahen am Sonntag ein 1:1 (0:0) zwischen ihren beiden Mannschaften. Ein Remis, das den Friedbergern im Kampf um den Klassenerhalt in der kommenden Abstiegsrunde mehr nutzen dürfte als dem VfB.

Dennoch ärgerte sich Weber über das, was die Seinen im Ginsheimer Jugend- und Sportpark zeigten. »Wir haben eine desolate erste Halbzeit gespielt«, sagte er. »Unglaublich wenige Zweikämpfe« hätten seine Akteure in dieser Phase gewonnen. Dass die Friedberger vier Tage zuvor ein kraftraubendes Pokalspiel hatten, wollte Weber nicht als Ausrede gelten lassen. Sein Ginsheimer Kollege drückte sein Erstaunen darüber aus, dass dem VfB im ersten Durchgang so viel Raum überlassen wurde. Aber der Tabellenletzte machte nichts daraus. Dillon Fosuhene war frei vor dem Kasten, schoss aber Gästetorhüter Felix Koob an (23.). Eine Flanke von Christian Makana geriet etwas zu lang, sodass Berat Karabey den Ball nur ans Außennetz vollieren konnte (35.). Darüber hinaus kam der VfB zu »vier, fünf Situationen, die wir nicht sauber genug ausgespielt haben«, so Güldener.

Statt zu führen, geriet das Team vom Altrhein gleich nach der Pause in Rückstand. In Verlängerung eines Freistoßes kam Noah Michel zu einem trefflichen Flugkopfball - 1:0. Die kalte Dusche hatte Schockwirkung auf die Gastgeber, die erst recht wie die begossenen Pudel dagestanden hätten, wäre der ehemalige Ginsheimer Daisuke Fukuhara nicht aus fünf Metern am überragend reagierenden VfB-Torhüter David Staegemann gescheitert (50.). »Da müssen wir das zweite Tor nachlegen«, sagte Weber. Auch dass Türk Gücü mehrere verheißungsvolle Angriffe schlecht zu Ende spielte, einmal sogar in einen Konter geriet, aus dem Daniel Thur vier Minuten vor Schluss das Ausgleichstor machte, nervte den Gästetrainer. Zuvor hatte Staegemann mit einer weiteren Glanztat, diesmal gegen Kwonsu Lee, sich und seine Teamkollegen im Spiel gehalten (63.). Fortan spielten die Ginsheimer wieder mit mehr Elan. Ein Umschaltmoment brachte Thur in Position, der aus 20 Metern in den Winkel traf.

VfB Ginsheim: Staegemann - Mensah, Fosuhene, Akoto, Baljak, Gansmann (71. Jakubovic), Oriana (64. Kissel), Redl, Karabey (76. Scholz), Makana, Thur.

Türk Gücü Friedberg: Koob - Demir, Henrich, Eren, Lee (84. Jost), Printemps (77. Mahmudov), Fukuhara (88. Hyodo), Dudda, Schorr, Häuser, Michel.

Steno / Schiedsrichter: Angermaier (Oberselters). - Zuschauer: 160. - Tore: 0:1 Michel (46.), 1:1 Thur (86.).



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