02. September 2021, 22:32 Uhr

Fussball

Vor dem Kreisoberliga: Die »Blauen« und die »Roten«

02. September 2021, 22:32 Uhr
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Von Sascha Kungl

In der Fußball-Kreisoberliga Friedberg steigt am Sonntag (15.30 Uhr) das Gemeindederby zwischen der TSG Ober-Wöllstadt und dem SV Nieder-Wöllstadt. Drei Punkte trennen beide Klubs aktuell in der Tabelle voneinander. Die gastgebenden »Blauen« stehen nach drei Siegen gegen den SC Dortelweil II (4:1), den TSV Dorn-Assenheim (2:0) und den FC Rendel (3:1) an der Tabellenspitze, haben die Generalprobe für das Prestigeduell gegen die »Roten« am vergangenen Wochenende jedoch in den Sand gesetzt.

Beim SV Bruchenbrücken quittierte die Elf von Trainer Harez Habib eine 3:5-Niederlage. »Ein ähnlicher Ausrutscher wird meiner Mannschaft in dieser Saison nicht noch einmal passieren«, verspricht der Ober-Wöllstädter Coach. »In der ersten Halbzeit haben wir alles falsch gemacht, was man falsch machen kann. Wir hatten keine Ordnung, kein Zweikampfverhalten und keine Mentalität in unserem Spiel. Nach dem Seitenwechsel haben wir ein anderes Gesicht gezeigt, allerdings war es zu spät«, hadert Habib mit dem Auftritt seiner Elf in der Bärenschweiz. Mit dem SV Nieder-Wöllstadt erwartet nun ein brandgefährlicher Gegner, der in der Tabelle aktuell sicherlich nicht dort steht, wo er eigentlich hingehört. »Wir werden von Beginn an alles geben müssen, um das Derby erfolgreich zu gestalten, wobei es personell definitiv die eine oder andere Veränderung gegenüber der Vorwoche geben wird«, verrät Habib, der auf die drei Urlauber Max Grillmaier, Markus Gondolf und Max Brauburger genauso wie auf die verletzten Hannes Bechtloff und Jeroen Colombaroli verzichten muss.

Auch aus Sicht der »Roten« ist die Generalprobe für das Derby missglückt. Bei der Hessenliga-Reserve von Türk Gücü Friedberg quittierten die Nieder-Wöllstädter am vergangenen Spieltag eine 3:5-Auswärtspleite und damit bereits die zweite Niederlage in der laufenden Saison. »Die Niederlage bei Friedberg haben wir schnell abgehakt. Nun freuen wir uns sehr auf das Derby gegen Ober-Wöllstadt. Nachdem wir am letzten Spieltag quasi gegen eine Hessenliga-Mannschaft gespielt haben, herrschen nun wieder faire Bedingungen«, erklärt Nieder-Wöllstadts Trainer Markus Pioch mit einem Augenzwinkern. »Leider fehlen uns aufgrund von Verletzungen weiterhin wichtige Spieler in unserem Kader. Für ein Derby brennt jedoch jeder einzelne Spieler - und für die nachrückenden Akteure entstehen dadurch Chancen auf die Startelf«, weiß Pioch.

Eröffnet wird der fünfte Spieltag im Oberhaus des Friedberger Fußballkreises heute Abend mit zwei Begegnungen. Dabei empfängt der SV Teutonia Staden ab 20 Uhr den Tabellenzweiten aus Dorn-Assenheim, während der FC Hessen Massenheim seine Visitenkarte ab 20.15 Uhr bei der FSG Burg-Gräfenrode abgibt. »Die Mannschaft ist heiß auf die Revanche gegen Staden, die uns in der Vorsaison die einzige Niederlage zugefügt haben«, erklärt Dorn-Assenheims Fußball-Abteilungsleiter Benjamin Krätschmer. »Wir können in einem Flutlichtspiel am Freitagabend die Tabellenspitze erobern - das sollte Motivation genug sein«, ist Krätschmer überzeugt. Kompensieren muss Trainer Sascha Bingel die Ausfälle von Marvin Jung und Felix Strebert. Hinter dem Einsatz von Sven Harth und Artur Sterk stehen noch Fragezeichen.

Oppershofen muss langsam punkten

Eine Etage tiefer, in der Kreisliga A Friedberg, bestreiten der SV Germania Ockstadt und der FC Kaichen am Sonntag ab 15.30 Uhr das Topspiel des fünften Spieltags. Beide Teams sind in dieser Saison noch ungeschlagen. Am anderen Ende der Tabelle empfängt das Schlusslicht aus Oppershofen zeitgleich den SV Ober-Mörlen am heimischen Gänsberg. Nachdem die Gastgeber bereits in den Partien gegen Ockstadt (1:3) und Trais (0:5) ohne Punkte vom Platz gegangen waren, musste man auch gegen Heilsberg eine 1:3-Auswärtsniederlage hinnehmen. Für die Elf von Trainer Jürgen Bellersheim bedeutete dies nach dem 2:2 zum Saisonauftakt gegen den SV Schwalheim die dritte Niederlage in Serie. »Trotz des klaren Ergebnisses haben wir gegen Heilsberg aus meiner Sicht unser bestes Saisonspiel gemacht. Die Einstellung hat gestimmt und auch spielerisch hat die Mannschaft überzeugt. Am Ende ist es schade, dass wir uns für unseren engagierten Auftritt nicht mit Punkten belohnt haben«, blickt Bellersheim auf den jüngsten Auftritt seiner Elf zurück. »Drei Punkte gegen Heilsberg hätten uns gut zu Gesicht gestanden, zumal mit den Partien gegen Ober-Mörlen, Kaichen und Beienheim nun drei dicke Brocken auf uns warten. Auf der Leistung gegen Heilsberg lässt sich aufbauen, wenngleich Ober-Mörlen sicherlich eine andere Hausnummer ist«, sagt der Oppershofener Übungsleiter. Hinter dem Einsatz von Gernot Matz und Lukas Lottig stehen Fragezeichen, Paulo Pillekamp und Nick Bayer sind dagegen aus dem Urlaub zurück.



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