04. Dezember 2020, 12:00 Uhr

Zwei »Top-Teams« warten auf den EC Bad Nauheim

04. Dezember 2020, 12:00 Uhr
Auf Hannu Järvenpää, den Trainer EC Bad Nauheim, wartet am Sonntag das erste Derby seiner Amtszeit gegen die Löwen Frankfurt. FOTO: CHUC

EC Bad Nauheim


Zum ersten Mal seit dem Saisonstart hat der EC Bad Nauheim eine ganz normale Woche verlebt - mit regulärem Training und mit zwei Spielen für das Wochenende. Am Freitag (19.30 Uhr) geht es zu den Wölfen Freiburg, am Sonntag (18.30 Uhr) empfangen die »Roten Teufel« die Löwen Frankfurt zum Derby. EC-Trainer Hannu Järvenpää erwartet Spiele gegen »Top-Teams« der DEL 2.

»Wir hatten eine gute Woche, alles lief wie geplant«, ist Järvenpää angesichts der Corona-Situation schon mit einem sonst üblichen Standard zufrieden. »Wir haben normal trainiert, aber auch etwas Abwechslung reingebracht - wie wenn man eine Suppe mal etwas anders würzt.«

In Sachen Personal gibt es gleich mehrere Meldungen: Huba Sekesi und Marvin Ratmann sind weiter verletzt, der Rest ist fit. Aber: Die drei Kölner Förderlizenzspieler Simon Gnyp, Maximilian Glötzl und Julian Chrobot stehen nur noch am Freitag zur Verfügung, da sie sich ab Sonntag in der Vorbereitung der U 20-WM in Kanada befinden. Für sie rückt in jedem Fall der nachverpflichtete Mike Card ins Team. »Mike macht es bislang wirklich gut. Seine Einstellung und sein Einsatz sind toll, darüber hinaus ist er einfach ein feiner Kerl«, sagt sein neuer Trainer.

Ergänzt wird der EC-Kader außerdem durch weitere Nachwuchskräfte von den Kölner Junghaien, wie etwa den 18-jährigen DNL-Spieler Jussi Petersen, der bereits vor einigen Wochen in der Kurstadt mittrainiert hatte. »Wir werden die Gelegenheit nutzen, uns den nächsten Schwung junger Spieler aus Köln anzuschauen«, erklärt Matthias Baldys, der Sportliche Leiter. Eine Veränderung gab es auch in der Causa Leon Köhler: Das Eigengewächs wird zukünftig eine Förderlizenz für Oberligist EG Limburg-Diez statt für den Herner EV innehaben - soll aber aufgrund der aktuellen Kadersituation ohnehin erst einmal »bis auf Weiteres« (Baldys) in Bad Nauheim spielen.

EHC gut gestartet

In der Kurstadt kann man bereits am Wochenende jeden Spieler brauchen, denn auch wenn bei den Wölfen aufgrund von Absagen in den vergangenen Wochen viel Bewegung im Spielplan war, wussten die Ergebnisse gegen meist starke Gegner dennoch zu überzeugen. Die Folge: 13 Punkte aus sieben Partien und Rang vier. Auch im Kader des EHC war zuletzt einiges los: Ryan del Monte, dessen Vater Dan einst in Bad Nauheim gespielt hatte, wurde an Oberligist Hannover Indians abgegeben, dafür wurde Chad Bassen nachverpflichtet. Cam Spiro feierte am vergangenen Wochenende sein Comeback, dafür musste Leihspieler Skyler McKenzie als überzähliger fünfter Kontingentspieler auf die Tribüne. Christoph Kiefersauer ist verletzt. Bester Punktesammler im Team von Peter Russell ist Christian Billich mit drei Toren und fünf Assists. »Wenn wir in Freiburg, die ein gutes Team haben, gutes Hockey zeigen, werden wir auch eine Chance haben, zu gewinnen«, meint Järvenpää.

Vier Ausfälle

Etwas hinter den Erwartungen zurückgeblieben ist der Saisonstart der Löwen Frankfurt. Auch wenn Kapitän Adam Mitchell seit dem vergangenen Wochenende wieder zurück ist, gibt es mit den verletzten Max Faber und Stephen MacAulay weiter zwei namhafte Ausfälle. Zudem befinden sich Eduard Lewandowski und Christian Kretschmann auch an diesem Wochenende in Quarantäne. Dennoch haben die Löwen ihr Derby gegen die Kassel Huskies auf Freitag (19.30 Uhr) vorgezogen - und damit ihr hessisches »Derby-Wochenende« perfekt gemacht. Das könnte dem Team aus der Mainmetropole zupasskommen, war doch das vergangene Wochenende trotz nur einer Trainingseinheit im Vorfeld mit fünf von sechs möglichen Punkten und dem Sprung auf Rang sechs erfolgreich abgeschlossen worden.

Järvenpää sagt: »Frankfurt hat eine wirklich gute Mannschaft. Wir müssen bereit sein und hart kämpfen, denn es wird ein enges Match. Es ist schade, dass keine Zuschauer dabei sein können, aber ich habe meinen Jungs gesagt, sie sollen auch so die Atmosphäre eines Derbys genießen.«

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