07. Oktober 2022, 16:33 Uhr

Auf der Suche nach Stabilität

07. Oktober 2022, 16:33 Uhr
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Aus der Redaktion

Waldgirmes (frl). Auf der Suche nach Konstanz geht es für den SC Waldgirmes in der Fußball-Hessenliga nach zwei Auswärtspartien nacheinander mit einem Heimspiel weiter. Am Samstag (15 Uhr) empfangen die Lahnauer auf dem Kunstrasen den FC Bayern Alzenau.

SC Waldgirmes - Bay. Alzenau (Sa., 15 Uhr)

Wenn Mario Schappert hinsichtlich des weiteren Saisonverlaufs Wünsche äußern dürfte, wäre der nach zwei (oder mehr) Siegen in Folge sicher ganz vorne dabei. Die gab es für den SCW an den bisherigen 13 Spieltagen nämlich noch nicht und würden in der ganz engen zweiten Tabellenhälfte den Punkteabstand auf die unmittelbaren Abstiegsplätze weiter vergrößern. »Wir haben guten Leistungen, für die wir uns auch mit Punkten belohnt haben, leider meist wieder schwächere folgen lassen. Uns fehlt es noch an der Stabilität, nicht nur von dem einem zum anderen Spiel, sondern teilweise auch in den Begegnungen selbst«, analysiert der SC-Trainer.

Bei allem Auf und Ab des aktuellen Tabellenzehnten ist aber auch festzustellen, dass seine Elf immer geliefert hat, wenn es darauf ankam. Nach den Niederlagen in Hadamar und gegen Walldorf folgte ein deutlicher Auswärtssieg in Unter-Flockenbach, der bitteren Pleite in Griesheim ein wichtiger Erfolg zuhause im Rückspiel gegen Hadamar und der schlechten Leistung beim TSV Steinbach II jüngst der hart erkämpfte, dreifache Punktgewinn in Weidenhausen. »Charakter, Einstellung und Moral der Mannschaft sind sicher nicht unser Problem. Und mit Schwankungen haben in der Liga aktuell viele Vereine zu kämpfen«, findet Schappert.

Defensive ist das Prunkstück

Auch dem kommenden Gegner aus dem Landkreis Aschaffenburg geht es so. Mit einem nicht unbedingt zu erwartendem Heimsieg gegen die U21 von Eintracht Frankfurt in die Saison gestartet, folgten anschließend lediglich zwei weitere »Dreier« gegen Steinbach II und in Walldorf, dazu drei Unentschieden und sechs Niederlagen. Mit nur zwölf eigenen Toren hat Alzenau neben Hadamar bisher am wenigsten Treffer erzielt, die Stärken liegen bisher eher in der Defensive. »Nachdem wir letzte Saison als Erster der Abstiegsrunde den Klassenerhalt geschafft haben, wollen wir uns dieses Jahr weiter stabilisieren. Wir hatten dann einige unplanmäßige Abgänge, zudem zuletzt etliche Verletzte. Es gilt jetzt, nicht zu klagen, sondern uns möglichst bald aus den gefährdeten Regionen heraus zu arbeiten«, fasst FC-Trainer Angelo Barletta die aktuelle Situation rund um den »kleinen« FCB zusammen.

Angreifer Erben wieder im Kader

Der 45-jährige Ex-Profi trainierte die Alzenauer bereits von Juli 2016 bis November 2019, wechselte anschließend in die Regionalliga zu Kickers Offenbach und dem FSV Frankfurt und kehrte im Januar ins Städtische Stadion am Prischoss zurück.

Beim Unterfangen, der, so Barletta, »über Jahre gewachsenen und unangenehm zu spielenden« Waldgirmeser Mannschaft mindestens einen Punkt abzunehmen, kann Lukas Fecher, mit drei Treffern der bisher erfolgreichste Torschütze der Unterfranken, nach seinem Bänderriss noch nicht wieder mitwirken.

Bei den Gastgebern steht der Einsatz der zuletzt aus Krankheitsgründen fehlenden Kian Golafra und Luis Böttcher noch auf der Kippe. Felix Erben kehrt nach abgelaufener Sperre in den Kader zurück, dem Luis Stephan (Urlaub) diesmal nicht angehören wird.



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