12. Juni 2022, 20:13 Uhr

Ein Derbysieg, der nichts mehr hilft

12. Juni 2022, 20:13 Uhr
OMS
Gerade noch rechtzeitig fährt Wettenbergs Michel Wagner dem Heuchelheimer Robin Tasch in die Parade. Foto: PeB

Ungünstiger hätte der Abstiegskampf in der Verbandsliga Mitte für die Fußballer der FSG Wettenberg nicht enden können. Da es mit dem FC Gießen II, dem SV Bauerbach sowie in letzter Minute mit dem FC Cleeberg gleich drei Teams erwischte, die für die kommende Saison in Gruppenliga Gießen/Marburg einsortiert werden, ist das Team von Trainer Bastian Panz als Tabellen-15 doch abgestiegen. Da half auch der 3:2 (3:1)-Abschlusserfolg im Gießener Sportkreisduell gegen die TSF Heuchelheim nicht mehr, im kommenden Jahr muss die FSG nun wieder in der Kreisoberliga Süd ran.

FSG Wettenberg - TSF Heuchelheim 3:2

Die Gastgeber, die mit dem Erreichen des viertletzten Platzes zumindest ihre Chancen auf den Ligaverbleib deutlich erhöht und dafür mindestens einen Zähler gebraucht hätten, starteten sehr abwartend in die Partie. Wenngleich die Anfangsviertelstunde ausgeglichen und ohne große Höhepunkte verlief, bekamen die Gastgeber die Quittung für ihre Passivität kurz darauf. Dann drehte sich Davon Ferdek (16.) nämlich geschickt um einen FSG-Verteidiger und schloss aus zwölf Metern stark zum 1:0 für die Heuchelheimer ab.

Doch statt steigender Verunsicherung sorgte das wohl für das »Hallo wach« für die Wettenberger, denn fortan spielten die Platzherren stark auf. Nur drei Minuten nach dem Rückstand chippte Yasin Kara die Kugel wunderbar in den Lauf von Luis Graulich, der den TSF-Keeper Dorian Balser überlupfte und für den schnellen 1:1-Ausgleich sorgte. Und gegen den Ende der ersten Halbzeit dreht die Panz-Elf das Spiel komplett. Zunächst brachte Flo Valentin (37.) per Foulelfmeter das 2:1 an, ehe Kara (44.) einen verunglückten Heuchelheimer Rückpass erlief und hochverdient auf 3:1 erhöhte.

In Hälfte eins plätscherte die Partie bei hochsommerlichen Temperaturen in Wißmar dann doch sehr dahin, ehe urplötzlich wieder Spannung aufkam. Mit der ersten richtigen Torchance der zweiten Hälfte kamen die Weiß-Blauen nämlich in die Partie zurück. Dabei war es Niklas Schäfer (70.), der nach einer Freistoßflanke im Zentrum am höchsten stieg und zum 2:3 einnickte. Doch dabei blieb es dann bis zum Schluss, womit weder die Marx/Pauly-Elf wegen des Endergebnis noch die Gastgeber wegen des Abstieges Grund zur Freude hatten.

Wettenberg: Bilenkyy - Wagner, Blumrich, Henrich, Hovestadt, Vitus Graulich, Fries (75. Stephan), Luis Graulich (23. Mühlhaus), Genc, Kara, Valentin (88. Lukas Panz).

Heuchelheim: Balser - Mattig, Krah, Seel, Schmidt (46. Kreiling), Baier, Auriga, Schäfer, Tasch (65. Euler), Reinhardt (61. Kiesswetter), Ferdek.

Schiedsrichter: Höpp (Dauernheim) - Zuschauer: 220 - Tore: 0:1 Ferdek (16.), 1:1 Luis Graulich (19.), 2:1 Valentin (37., Foulelfmeter), 3:1 Kara (43.), 3:2 Schäfer (70.).



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