16. September 2022, 16:33 Uhr

Ein unbekanntes Abenteuer

16. September 2022, 16:33 Uhr
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Aus der Redaktion
Was geht für die Regionalliga-Basketballerinnen des TSV Grünberg II? In erster Linie soll das der Klassenerhalt für das Team von Trainer Steffen Menz (h.r.) sein. Foto: Vogler

Nach der souveränen Meisterschaft in der Oberliga und dem damit verbundenen Aufstieg wartet auf die Basketball-Damen des TSV Grünberg II nun das Abenteuer Regionalliga Südwest. Vor dem Auftaktspiel bei Eintracht Frankfurt (Samstag, 20 Uhr) haben wir mit Trainer Steffen Menz gesprochen und beleuchten die sportliche Situation des Neu-Regionalligisten.

Kommen und Gehen: Der Großteil des Kaders ist gleichgeblieben, wobei sich Isabell Meinhart dazu entschlossen hat, künftig wieder fest für die Bender Baskets zu spielen. Außerdem hat Melanie Erb ihre Karriere beendet, während Jule Winterberg aufgrund einer Schwangerschaft nicht zur Verfügung steht. Mit Katharina Philippi kehrt jedoch eine Spielerin aus dem Mutterschutz zurück, die über große Erfahrung verfügt. Neu dazu kommen außerdem einige Internatsspielerinnen, deren Einsätze Coach Steffen Menz jedoch dosieren will. »Diese Mädels sind 16, 17 Jahre alt, ich will sie nicht verheizen. Man muss daher schauen, wie die WNBL und auch unsere U18 spielen.« Wie in der Vorsaison besteht außerdem die Möglichkeit, dass der Kader durch Spielerinnen der Bender Baskets verstärkt wird.

Trainer: Seit mehreren Jahren ist Steffen Menz eine der Konstanten bei der Grünberger »Zweiten« und hat die Mannschaft von der Landesliga bis in die Regionalliga geführt.

Stärken und Schwächen: Coach Menz will sich im Vorfeld nicht auf konkrete Stärken seines Teams festlegen: »Natürlich wollen alle schnell spielen und gut verteidigen. Mir persönlich reicht auch ein Ergebnis von 45:44, weil das auch zum Sieg reicht.« Dennoch ist ihm bewusst, dass nicht nur er, sondern auch der Großteil des Kaders über keine Regionalliga-Erfahrung verfügt: »Wir werden sicherlich Lehrgeld bezahlen.« Je nachdem, welche Spielerinnen aus der 2. DBBL oder der WNBL den Kader verstärken, dürfte die Spielstärke des Teams deutlich zunehmen. Inwieweit bei diesem System das Risiko einer fehlenden Eingespieltheit droht, wird sich zeigen.

»Müssen uns akklimatisieren«

Ziel: Für Trainer Menz ist klar, dass es für sein Team nur um den Klassenerhalt gehen kann: »Wenn es am Ende Platz neun wird, wäre das für mich das Optimum. Dennoch wissen wir, dass man auch absteigen kann, wenn man junge Spielerinnen entwickelt. Es wäre kein Beinbruch für uns.«

Halle: Ebenso wie die Bender Baskets spielt auch die Grünberger »Zweite« in der Großsporthalle der Theo-Koch-Schule. »Die kleine Sporthalle der TKS hat natürlich ein ganz anderes Flair, aber ist nicht mehr Regionalliga-tauglich. Bei den Trainingszeiten müssen wir aufgrund der Energiekrise ein wenig jonglieren, aber das geht anderen Teams genauso«, betont Menz, dessen Mannschaft zum Teil alleine und zum Teil gemeinsam mit den Bender Baskets trainieren wird.

Prognose: »Es ist eine starke Gruppe, wobei Dillingen bereits angekündigt hat, dass sie wieder nach oben wollen. Hofheim dürfte auch stark sein, ebenso wie Wieseck«, schätzt Menz ein und ergänzt weiterhin: »Viele Teams kann ich leider nicht einschätzen. Wir müssen uns erstmal akklimatisieren, das ging uns auch in der Oberliga so.«



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