06. Juni 2022, 19:55 Uhr

Erst nach der Halbzeit bröckelt die Abwehr

06. Juni 2022, 19:55 Uhr
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Aus der Redaktion
Die Vorentscheidung: Ingo Wroblewski überwindet den Kinzenbacher Torsteher Henrik Flechtner zum 2:0 für Ederbergland. Foto: Hartmann

. Nur zwei Tage vor dem Gießener Kreispokal-Finale hat die SG Kinzenbach beim FC Ederbergland in der Fußball-Verbandsliga Mitte verloren. Nach 90 Minuten hieß es aus Kinzenbacher Sicht 0:2. Letztlich waren beide Mannschaften mit dem Ergebnis zufrieden.

»Wir sind mit großen Personalsorgen angereist. Unter diesen Vorzeichen ziehe ich alle Hüte vor den Jungs. Bis zur Halbzeit haben wir auch das 0:0 gehalten. Wir haben es gut gemacht. Eine Mannschaft wie Ederbergland hätte uns an so einem Tag eigentlich abschießen müssen«, sagte Kinzenbachs Trainer Ingo Flechtner nach der Partie.

FC Ederbergland - SG Kinzenbach 2:0

Sein Gegenüber Christian Hartmann fand schnell die Erklärung, warum es »nur« 2:0 ausging: »Unser Gegner hat kaum Lücken zugelassen. Da hätten wir mehr Geschwindigkeit in die Pässe bekommen müssen. Aber dennoch haben wir fehlerfrei und geduldig gespielt. Wir haben uns den Gegner zurecht gelegt, aber dessen Torwart in der ersten Hälfte selten in Gefahr gebracht.«

Ederbergland wollte die Kontrolle, um nicht wie beim 1:5 im Hinspiel ins offene Messer zu laufen. Diese Kontrolle - gepaart mit der nötigen Geduld - führte im ersten Abschnitt teils zu einem Belagerungszustand in der Kinzenbacher Hälfte. Die Gäste standen gut gestaffelt und ließen beim behäbigem Spielaufbau der Heimelf keine Räume zu. Nach langen FCE-Ballstaffetten fehlte zudem der finale Pass zum Abschluss. Auch auf der Gegenseite war Gian Darius Nicolai von Simon Mitze und Kevin Vidakovics gut abgeschirmt, sodass vor dem Wechsel Chancen Mangelware blieben. Lediglich Ahmad Ibrahims Verstolperer (7.) und Nicolais zu hoch angesetzter Schuss aus spitzem Winkel hatten einen Hauch von Tormöglichkeit.

Der FCE zog die Zügel nach dem Wechsel etwas straffer an und brachte mehr Tempo ins Spiel. Kinzenbach warf sich in jeden Ball und überzeugte so auch unter den Augen ihres zukünftigen Trainers Peter Bätzel. Die Strafraumszenen in der Gästebox nahmen zu und bereits in der 56. Minute segelte eine maßgenaue Flanke von Hannes Schneider auf den Kopf von Maxim Zich. Der hatte keine Mühe, zur 1:0-Führung einzunicken.

Hitze raubt den Teams die Kräfte

Kinzenbach blieb durch Konter - meist über Nicolai - gefährlich. Erst als Nico Wroblewski einen Pass von Valon Ademi zum 2:0 einschoss (72.), war das Spiel entschieden. Beide Mannschaften mussten Tribut in den Schlussminuten der Hitze Tribut zollen. So ließen beide Seiten die Partie gemächlich ausklingen. Einzig Ademi hatte noch das 3:0 auf dem Fuß. Sein Schuss aus acht Metern wurde im letzten Moment zur Ecke geblockt.

FC Ederbergland: N. Schneider - Miß, Mitze, Vidakovics, Wolff, N. Wroblewski, B. Schneider, H. Schneider (71. Immel), Ibrahim (37. Völker), Ademi, Zich (65. Graw).

SG Kinzenbach: Flechtner - Yildirim, Ufuk, Jörg, Nicolai, Mark, Ried, Pantke (84. Walden), Güngör (78. Hosmann), R. Sajonz, Akin, P, Sajonz.

Tore: 1:0 Maxim Zich (56.), 2:0 N. Wroblewski (72.). - Schiedsrichter: Loschke (Kassel). - Zuschauer: 80.



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