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»Ich bin da zuversichtlich«

Die Korbjäger von Lich Basketball können am Wochenende einen großen Schritt in Richtung Meisterschaft und Aufstieg machen. Am Samstagabend (19 Uhr) empfangen die Wetterstädter, die aktuell auf Rang eins der 2. Basketball-Regionalliga Südwest (Nord) stehen, den Tabellenzweiten TuS Makkabi Frankfurt. Beide Mannschaften haben in der laufenden Spielzeit jeweils erst eine Niederlage hinnehmen müssen. Sollte Lich mit mehr als acht Punkten gewinnen, wäre den Mittelhessen der direkte Vergleich gegenüber Frankfurt sicher, zudem könnten sich die LB-Korbjäger dann theoretisch sogar noch eine Niederlage binnen der letzten fünf Begegnungen erlauben. Vor dem Showdown in der fünfthöchsten Basketball-Spielklasse stand Lichs Headcoach Viktor Klassen, genesen von einer Corona-Infektion, unserer Zeitung für ein Interview zur Verfügung.
17. Februar 2022, 18:10 Uhr
CNF

Die Korbjäger von Lich Basketball können am Wochenende einen großen Schritt in Richtung Meisterschaft und Aufstieg machen. Am Samstagabend (19 Uhr) empfangen die Wetterstädter, die aktuell auf Rang eins der 2. Basketball-Regionalliga Südwest (Nord) stehen, den Tabellenzweiten TuS Makkabi Frankfurt. Beide Mannschaften haben in der laufenden Spielzeit jeweils erst eine Niederlage hinnehmen müssen. Sollte Lich mit mehr als acht Punkten gewinnen, wäre den Mittelhessen der direkte Vergleich gegenüber Frankfurt sicher, zudem könnten sich die LB-Korbjäger dann theoretisch sogar noch eine Niederlage binnen der letzten fünf Begegnungen erlauben. Vor dem Showdown in der fünfthöchsten Basketball-Spielklasse stand Lichs Headcoach Viktor Klassen, genesen von einer Corona-Infektion, unserer Zeitung für ein Interview zur Verfügung.

Wie ist die Atmosphäre vor dem Spiel in ihrem Team. Knistert es?

Die Jungs haben auf jeden Fall Bock. Man merkt, dass es eine ganz andere Stimmung ist, weil wir auf Platz eins stehen.

Das Hinspiel gegen Makkabi ging 83:90 verloren, die einzige Licher Niederlage binnen bislang 16 Saisonspielen. Was stimmt Sie zuversichtlich, dass es am Samstag besser läuft?

Ich hoffe zumindest, dass es besser läuft. Man kann es natürlich nicht vorhersagen, aber ich bin zuversichtlich. Wenn wir gut rauskommen und alle bis zum Wochenende fit bleiben und dann 100 Prozent geben, kann es klappen.

Glauben Sie, dass nach diesem Wochenende die Meisterschaft entschieden sein wird?

Das glaube ich nicht, nein. Wir haben mit dem Makkabi-Spiel noch sechs Partien. Ich habe am vergangenen Wochenende gesehen, dass Eintracht Frankfurt Koblenz geschlagen hat. Auf einmal sind die mit ihren ProB-Spielern aufgelaufen. Man weiß jetzt nie, wer aufläuft. Bei Speyer (Anm. d. Red.: Lich Basketball gastiert am 6. März bei Speyer II) gibt es zum Beispiel auch ein ProB-Team und wenn sie sehen, dass die Zweite im Abstiegskampf ist, dann kann es sein, dass da auch plötzlich zwei, drei ProB-Spieler dabei sind. Ich will das auf keinen Fall abhaken, bis alles entschieden ist. Bis dahin müssen wir auf jeden Fall konzentriert bleiben.

Wo liegen die Stärken von Makkabi, worauf müssen ihre Spieler achten?

Sie sind einfach sehr erfahren, sie haben ein paar Spieler, die Erst- und Zweitligaerfahrung besitzen. Zum Beispiel ist da Jan Dolejsi (18,7 PpS), der kann Spiele einfach alleine entscheiden. Oder Chris Reinhardt mit Zweitligaerfahrung. Makkabi Frankfurt ist bekannt für seine Härte, sie spielen zweikampfbetont - damit muss man erstmal klarkommen. Aber ich bin da zuversichtlich.

Lich steht auf Platz eins und die Saison neigt sich dem Ende entgegen. Wie wichtig ist Ihnen das Thema Aufstieg?

Ich denke, wenn man sich rund um den Club umhört, dann ist das Thema sicherlich schon wichtig. Persönlich habe ich vor der Saison gesagt, dass ich die jungen Spieler fordern möchte. Zudem will ich ihnen Spielzeit geben, damit sie sich entwickeln können. Dass das nun so gut geklappt hat, freut mich für die junge Mannschaft. Auch dass sie Verantwortung übernehmen. Dass wir so weit oben stehen, das nehme ich nun nicht so sehr auf meine Kappe und sage auch: Wir müssen gar nichts. Wenn es passiert, dann passiert es, und wenn nicht, dann werden wir uns auch damit begnügen. Aber natürlich sind die Jungs bis in die Haarspitzen motiviert.

Artikel: https://www.giessener-allgemeine.de/sport/lokalsport_test/anzg/ich-bin-da-zuversichtlich;art5093,784474

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