07. Oktober 2022, 16:33 Uhr

Kurs ist gesetzt: Platz fünf im Visier

07. Oktober 2022, 16:33 Uhr
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Aus der Redaktion
Friede, Freude, Eierkuchen. Beim FSV Fernwald hängt der Himmel aktuell voller Geigen. Und das soll auch nach dem Heimspiel gegen Aufsteiger Weidenhausen so bleiben. Foto: Bär

Dass Daniyel Bulut sich am vergangenen Donnerstag einen freien Tag gegönnt hat und zum Zeitpunkt des Vorgesprächs zum kommenden Heimspiel auf der Couch saß, war sicher Zufall, passt aber bildlich perfekt zum Thema. »Wer bequem sitzt, schläft ein. Und wer schläft, bekommt schnell eine Ohrfeige. Zufriedenheit ist Stillstand. Wir genießen zwar den Augenblick, müssen aber weiterhin höllisch aufpassen«, sagt der Trainer des Fußball-Hessenligisten FSV Fernwald, dessen Elf seit sieben Spielen ungeschlagen ist und die letzten fünf Partien jeweils als Sieger vom Platz gegangen ist.

FSV Fernwald - SV Weidenhausen (Sa., 15 Uhr)

Der Lohn für Louis Goncalves und Co. ist Tabellenplatz sechs, den man aufgrund des direkten Aufeinandertreffens von Türk Gücü Friedberg (3.) und des FC Gießen (4.) mit einem Sieg gegen den SV verbessern kann. »Die Spiele in Waldgirmes und Griesheim sowie gegen den SV Neuhof waren alle sehr eng. Gegen Türk Gücü hatten wir eine sehr guten Tag erwischt, während der nach zahlreichen Corona-Erkrankungen angeschlagene TuS Dietkirchen uns vielleicht auf die leichte Schulter genommen hat«, schätzt Bulut die Situation nach dem 7:1-Kantersieg im Sportkreis Limburg/Weilburg gewohnt sachlich ein.

Als Schlüssel für die derzeitige Erfolgsserie führt der FSV-Trainer die Einstellung seiner Spieler an. »Es gibt keine schlechten Mannschaften in dieser Liga. Es sind meist 50:50-Spiele, in denen du 100 Prozent Gas geben musst. Das haben meine Jungs bislang gut angenommen und sich dadurch Selbstbewusstsein erarbeitet«, freut sich Bulut.

Der Aufsteiger aus Weidenhausen ist nach gutem Saisonstart in ein sportliches Loch gefallen und wartet seit sieben Spielen auf jeglichen Punktgewinn. »Angeschlagene Boxer sind die gefährlichsten. Das Spiel beginnt wieder bei 0:0. Der SV hat gute Konterspieler und wird, solange der Spielstand eng ist, für Unruhe sorgen. Wir müssen geduldig sein und dürfen dem Gegner keine Räume bieten. Das Gegenpressing bei eigenen Ballverlusten, welches uns in den letzten Spielen ausgezeichnet hat, muss erneut stimmen«, mahnt Bulut, der darauf baut, dass »meine Spieler Lust auf den Ball haben und ihren Torhunger weiter stillen möchten«. Denn immerhin besitzt der FSV um Tom Woiwood, Erdinc Solak, Brian Mukasa, Yannis Grönke und Co. nach Eintracht Frankfurt U21 (41 Toren) zusammen mit Spitzenreiter TSV Eintracht Stadtallendorf die mit 34 Treffern torgefährlichste Offensive der Hessenliga.

Personelles: Der Einsatz von Nicolas Strack, der in Dietkirchen aufgrund einer Erkältung fehlte, ist fraglich. Niclas Mohr, David Siebert, Patrick Markiewicz und Kevin Göbel (alle verletzt) fallen weiter aus.



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