07. Oktober 2022, 16:33 Uhr

Ungleiches Sportkreisduell

07. Oktober 2022, 16:33 Uhr
OMS
KOA-Trainer Dennis Frank (r.) und sein »Co« Elvis Zuhric wissen: Das Sportkreisduell gegen die TSF Heuchelheim wird kein Zuckerschlecken. Foto: Froese

Bereits der zwölfte Spieltag wartet am kommenden Wochenende auf die Teams der Fußball-Gruppenliga Gießen/Marburg, weshalb sich die Vorrunde der Saison 2022/23 schon allmählich dem Ende entgegenneigt.

Nach der Niederlage unter der Woche beim FC Cleeberg (1:2) wartet auf Verbandsliga-Absteiger FC Gießen II am Sonntag um 15 Uhr mit dem Gastspiel beim bislang noch ungeschlagenen Tabellenführer FC Burgsolms eine wahre Herkulesaufgabe. Nach zuletzt drei Niederlagen in Folge möchte die TSG Wieseck um 15.15 Uhr bei der SG Waldsolms, die mittlerweile sogar seit sechs Spielen auf einen Dreier wartet, in die Erfolgsspur zurückkehren. Nach dem wichtigen Erfolg gegen die SG Eschenburg hofft der MTV 1846 Gießen darauf, nun auswärts nachlegen zu können und tritt um 15.30 Uhr bei der punktgleichen SpVgg. Leusel an. Ein Spiel der Gegensätze steigt um 15 Uhr in Odenhausen, wo das sieglose Schlusslicht auf den formstarken Tabellenzweiten aus Heuchelheim trifft.

SG Kesselbach/Odenhausen/Allertshausen - TSF Heuchelheim (Sonntag, 15 Uhr in Odenhausen): Zugleich handelt sich dabei um ein Gießener Sportkreisderby, in das die Gastgeber ob des bisherigen Saisonverlaufs sicherlich als Außenseiter gehen. Denn mit nur einem Punkt aus den bisherigen elf Partien ziert die SG Kesselbach/Odenhausen/Allertshausen derzeit abgeschlagen das Tabellenende. Nachdem Coach Dennis Frank »mangels Masse« schon diverse Male selbst auflaufen musste und mit Jan Dühring und Sascha Radtke schon mehrmals Torhüter als Feldspieler in der Startelf auflaufen mussten, war die Personalnot am vergangenen Wochenende derart groß, dass die Partie beim FC Ederbergland II sogar kampflos verlorengegeben wurde.

Das absolute Kontrastprogramm bieten dagegen die Turn- und Sportfreunde aus Heuchelheim, die nach einem bärenstarken Start (sechs Spiele, sechs Siege) eine kleine Durststrecke mit zwei Niederlagen am Stück durchlaufen mussten, ehe zuletzt wieder drei Dreier in Serie folgten. Nach dem souveränen 3:0-Erfolg gegen den FSV Schröck liegt das Team des Trainergespannes Daniel Marx und Yannik Pauly auf Rang zwei und damit auf einem Aufstiegsplatz. »Wir haben uns von den schwachen Ergebnissen der Vorbereitung nicht verunsichern lassen und uns wirklich in die Saison reingekämpft. Da waren viele Spiele dabei, in denen wir echte Willensleistungen gezeigt, in denen wir auch Rückstände gedreht und die wir knapp gewonnen haben. Und wenn du mal in einem Lauf drin bist, bist du eben drin«, beschreibt Pauly.

Entscheidend war allerdings auch die Reaktion auf die zwei Pleiten und vor allen Dingen auf die sieben Gegentore beim wilden 5:7 bei der SG Ehringshausen/Dillheim. »Die Basis war danach wie davor eine stabile Defensive. Ich bin ohnehin überrascht, wie gut wir das gemacht haben, obwohl uns zeitweise vier Innenverteidiger ausgefallen sind. Aber es spricht für das gesamte Team, denn die Verteidigung geht ja nicht erst hinten los«, so der 30-jährige Übungsleiter, der - klammert man den »Siebenerpack« mal aus - mit seiner Mannschaft in den weiteren zehn Partien nur neun Gegentore hinnehmen musste. »Wir haben derzeit eine gute Kombination aus einer guten Verteidigung und offensiver Gefahr. Wir bewahren auch die Geduld, weil wir wissen, dass wir immer in der Lage sind, unsere Tore zu machen. Hier und da hatten wir auch das nötige Quäntchen Glück, aber das haben wir uns erarbeitet.«

Da die TSF am siebten Spieltag aber bereits beim einem Team verloren haben, das bis dato keinen Sieg auf dem Konto hatte, werden die Weiß-Blauen einen Teufel tun und den Tabellenletzten aus dem Lumdatal am kommende Wochenende sicherlich nicht unterschätzen.

Schwierig wird die Aufgabe dennoch, glaubt Pauly. »Ob der Personalprobleme bei unserem Gegner wissen wir natürlich gar nicht, was und wer da auf uns zukommen wird. Deshalb müssen wir einzig und allein auf uns schauen und brauchen eine konzentrierte Leistung, wenn wir gewinnen wollen. Aber natürlich fahren wir mit Selbstvertrauen nach Odenhausen!«, so der TSF-Coach, auf dessen Team in den folgenden Partien gegen Spitzenmannschaften dann die »Wochen der Wahrheit« warten, in denen sich zeigen wird, wo die Heuchelheimer Reise in dieser Saison hingehen kann.



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