20. Mai 2022, 08:45 Uhr

3. Handball-Liga

»Die Tür steht offen«

HSG Gedern/Nidda kann am Wochenende großen Schritt in Richtung Klassenerhalt machen.
20. Mai 2022, 08:45 Uhr
FLO
Durchsetzungsvermögen ist gefragt: Alicia Pfaff (am Ball) bestreitet ein wichtiges Heimspiel mit der HSG Gedern/Nidda. FOTO: RLE

Gedern/Nidda (flo). Die Rückserie der Abstiegsrunde startet: Am Samstagabend (18 Uhr, Sporthalle Konradsdorf) haben die Drittliga-Handballerinnen der HSG Gedern/Nidda die Ibbenbürener Spielvereinigung 08 zu Gast. Mit einem Heimerfolg würden die Wetterauerinnen einen großen Schritt in Richtung Klassenerhalt machen.

Ausgangslage: Zwei ihrer drei Partien hat die Mannschaft von Trainer Christian Breiler in der Hinserie der Abstiegsrunde gewonnen. Einmal beim 29:18 gegen den morgigen Gegner Ibbenbüren, dann mit 24:19 gegen den Königsborner SV. Bei der PSV Recklinghausen gab es indes zuletzt eine 22:28-Niederlage. Mit jenen 4:4 Punkten, die Gedern/Nidda aus der Hauptrunde mitgenommen hat, macht das 8:6 Zähler nach drei Spielen. Damit belegen die Wetterauerinnen Platz zwei dieser Gruppe. Dahinter folgen punktgleich Ibbenbüren sowie der TuS Königsdorf. Recklinghausen führt das Klassement mit 10:2 Punkten an.

Rechenspiele; Weil nicht nur die HSG selbst, sondern auch Königsdorf am letzten Spieltag verlor, hat das Breiler-Team sogar Chancen, ein finales Endspiel zum Schluss zu umgehen. Die Rechnung ist einfach: Schlagen die Ballwerferinnen aus Gedern und Nidda erst morgen Ibbenbüren sowie dann am nächsten Wochenende Königsborn und verliert an diesem parallel Königsdorf in Recklinghausen, so wäre der Klassenerhalt vorzeitig unter Dach und Fach. »Die Tür«, sagt Trainer Breiler, »steht offen. Wir müssen jetzt aber auch durch die Tür gehen. Wir wollen dieses Spiel mit aller Macht gewinnen.«

Personelles: Rückraum-Youngster Emma Niebergall wird der Spielgemeinschaft nicht zur Verfügung stehen. Die 17-Jährige, die kürzlich mit der A-Jugend der HSG Hungen/Lich Hessenmeister wurde, spielt nämlich parallel um die Qualifikation zur A-Jugend-Bundesliga. Dort trifft Hungen/Lich auf die HSG Bachgau. Ein kleines Fragezeichen steht hinter Linksaußen Isabell Schüler, die sich im Training am Daumen verletzt hat. Auf der rechten Außenbahn fehlt weiterhin die zum Saisonende scheidende Emely Nau (Knochenprellung), sodass die Flügelposition weiterhin arbeitsteilig besetzt werden dürfte. Gleich vier Spielerinnen - Kirsten Schindler, Alicia Pfaff, Yeruti Krauß und Leonie Hutin - kamen dort in den bisherigen Partien der Abstiegsrunde zum Einsatz.

Gegner: Durch den 29:27-Erfolg bei der HSG Lumdatal und den 30:25-Sieg gegen Königsdorf ist Ibbenbüren zurück im Rennen um den Klassenverbleib. Im Hinspiel hatte sich Gedern/Nidda im Nordrhein-Westfälischen deutlich mit 29:18 durchgesetzt. Besteht da die Gefahr, von einem Selbstläufer auszugehen? »Nein, das glaube ich nicht. Dafür ist die Mannschaft zu geerdet, weiß, um was es geht und dass Ergebnisse auch einfach von der Tagesform abhängig sind«, sagt Breiler. Der HSG-Trainer betont: »Dieses Spiel geht bei 0:0 los, nicht bei 29:18. Wir müssen auf der Hut sein, in der Abwehr an die letzten beiden Begegnungen anzuknüpfen.«

Dies auch, um die beiden torgefährlichen Rückraumspielerinnen des Gegners, nämlich Mittelfrau Theresa Beermann und die Halblinke Hannah Schoppe, in den Griff zu bekommen. »Die Mannschaft, die aus der Abwehr heraus mehr einfache Tore erzielt, wird gewinnen«, ist Breiler sicher.

Unterstützung: Der Zuschauerfrequenz ist seit dem Wechsel ins Ausweichquartier nach Konradsdorf klar zurückgegangen. 120 Zuschauer waren im März gegen Köln gekommen, 100 im April gegen Mainz-Bretzenheim, zuletzt nur noch 75 im Abstiegsrundenspiel gegen Königsborn. »Wir hoffen schon, dass wir gegen Ibbenbüren mit möglichst vielen Zuschauern eine bestmögliche Heimspielatmosphäre erzeugen können, dass wir vielleicht mal wieder die 200er-Marke knacken. Das ist definitiv eines der wichtigsten Spiele der jüngeren Vereinsgeschichte. Ich bin zuversichtlich, dass wir diese Aufgabe gemeinsam mit unseren Zuschauern bewältigen«, sagt Breiler.



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