29. Juli 2019, 19:37 Uhr

Blutbad auf US-Volksfest

29. Juli 2019, 19:37 Uhr

Gilroy (dpa). Ein bewaffneter Mann hat auf einem Volksfest südlich der US-Metropole San Francisco ein Blutbad angerichtet. Wie die Polizei mitteilte, feuerte er am Sonntagabend in der Stadt Gilroy wahllos in die Menge und tötete drei Besucher eines kulinarischen Festivals, ehe er selbst von Beamten erschossen wurde. Mindestens 15 weitere Menschen wurden verletzt, einige von ihnen lebensgefährlich. Unter den Toten sei auch ein sechsjähriger Junge, berichteten örtliche Medien. US-Präsident Donald Trump nannte die Attacke entsetzlich und sprach den Opfern und deren Familien sein Mitgefühl aus. Nach Hinweisen von Augenzeugen fahndete die Polizei am Montag nach einem möglichen zweiten Tatverdächtigen.

»Es ist ein Albtraum, von dem man hofft, ihn nie in der Wirklichkeit erleben zu müssen«, sagte Gilroys Polizeichef Scot Smithee. Der Mann sei mit einer Art Gewehr bewaffnet gewesen und habe um sich geschossen. Nach nur einer Minute sei er von Beamten gestellt und getötet worden. Ein Motiv für die Tat sei bislang nicht zu erkennen. Der Schütze habe mit einem Werkzeug ein Loch in einen Zaun geschnitten, um so die Sicherheitsvorkehrungen am Einlass des gut besuchten »Gilroy Garlic Festival« (Gilroys Knoblauch-Festival) zu umgehen.

Erste Notrufe gingen um 17.41 Uhr Ortszeit ein, wie der Polizeichef berichtete. Auf der Bühne gab die Band TinMan gerade eine Zugabe. »Ich sah einen Mann mit einem grünen Oberteil und einem grauen Tuch um den Hals, er schien ein Sturmgewehr bei sich zu haben«, erzählte eines der Bandmitglieder dem Sender ABC. Der Schütze habe in Richtung der Menschen geschossen, die gerade zu Abend aßen. Ein konkretes Ziel habe er anscheinend nicht gehabt: »Es sah so aus, als feuerte er einfach in die größte Menschengruppe, die er finden konnte.« Die Band habe unter der Bühne Schutz gesucht. Polizeichef Smithee sprach von einer chaotischen Situation, in der Panik seien Familien getrennt worden.

Täter mit Schutzweste

»Es war ziemlich schockierend, ich habe Glück, am Leben zu sein«, sagte ein Hutverkäufer der Zeitung »San Francisco Chronicle«. Er habe etwa 25 Meter entfernt von dem Schützen gestanden, ergänzte der 72-Jährige. Der Angreifer sei darauf vorbereitet gewesen, zu schießen, »denn er trug eine Schutzweste«. Andere Augenzeugen berichteten, der Mann habe eine Art Tarnkleidung getragen. Ein Besucher sagte dem regionalen Sender NBC Bay Area, eine Kugel habe seinen Kopf knapp verfehlt. Als er sich umdrehte, habe er zahlreiche Menschen rennen sehen. In sozialen Medien kursierten viele Videos, in denen Schüsse zu hören sind.

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