05. September 2017, 20:21 Uhr

INS NETZ GEGANGEN

05. September 2017, 20:21 Uhr

Das große Duell

Wer hat’s geschaut? Das TV-Duell am Sonntagabend? Und wer hat sich geärgert, dass es keinen »Tatort« gab? Das einzige direkte Aufeinandertreffen zwischen Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und ihrem Herausforderer Martin Schulz (SPD) lief auf (fast) allen Kanälen.

Allerdings: Die Quote war mit 16,23 Millionen Zuschauern und einem Marktanteil von 46,1 Prozent nicht überragend. Beim TV-Duell zwischen SPD-Kandidat Peer Steinbrück und Merkel bei der Bundestagswahl 2013 hatten 17,64 Millionen zugeschaut. Beim Schlagabtausch 2005 zwischen dem damaligen SPD-Kanzler Gerhard Schröder und seiner Herausforderin Merkel sogar 20,98 Millionen. Vor dem Duell am vergangenen Sonntag hatten wir gefragt, wer für Sie denn der Favorit ist: 35 Prozent der Teilnehmer an unserer Online-Umfrage sahen die Kanzlerin vorne, 20 Prozent setzten im Vorfeld auf Martin Schulz. Die überwiegende Mehrheit der Befragten, nämlich 54 Prozent, wollten sich am Sonntagabend lieber einen Krimi zu Gemüte führen. Tja, so ist das halt mit den Traditionen.

Wer hat gewonnen?

Nach dem verbalen Schlagabtausch zur besten Sendezeit lautete der allgemeine Tenor: Nicht viel Neues, keine hitzige Debatte – und Martin Schulz hat es nicht geschafft, den TV-Auftritt zu einem Befreiungsschlag werden zu lassen. Die Kanzlerin habe ihn cool und routiniert abblitzen lassen.

Doch wie haben es die heimischen Zuschauer beurteilt? 32 Prozent sind sich sicher, dass Kanzlerin Angela Merkel das TV-Duell gewonnen hat. Nur 14 Prozent sahen am Schluss Herausforderer Martin Schulz von der SPD vorne. Aber die Mehrheit versammelt sich auch hier hinter einem anderen Standpunkt: 54 Prozent sind der Meinung, dass weder die eine noch der andere als Sieger aus dem Fernsehstudio gegangen ist. Ihre Antwort lautet: Keiner von beiden hat gewonnen. Die Positionen waren zu ähnlich.

Reingeklickt

Der Bericht über die Fahndung nach dem Messerstecher, der in Gießen versucht haben soll, seine Ex-Freundin zu töten, war meistgelesen auf der Homepage der Gießener Allgemeinen. Auf Platz zwei: Der Angriff auf die beiden jungen Männer nach dem Christopher-Street-Day. In der Wetterau stieß der Artikel über die sexuelle Belästigung eines Achtjährigen im Rodheimer Freibad auf das größte Interesse, gefolgt vom Etappensieg für Dirk Ankowiak bei der Bürgermeisterwahl in Friedberg. Im Vogelsberg besonders »in«: Der Wahlkampf um das Bürgermeisteramt in der Gemeinde Mücke und die Debatte um die Zukunft des Fußballkreises Alsfeld.

Facebook, Twitter und Co.

Kommen wir noch einmal zurück zum TV-Duell am Sonntagabend: Der deutsche Fußball-Nationalspieler Toni Kroos hat mal klare Kante gezeigt und auf Twitter gepostet: »Es lebe Angie!!!« Für diese politische Positionierung erntete der Superstar in Diensten von Real Madrid gleich mal einen veritablen Shitstorm. »Warum Fußballer nicht vor Kameras treten sollten«, war einer der Kommentare. »Absolut peinlich« ein anderer. Es gab aber auch wohlwollende Bemerkungen im Netz, wohl ganz nach politischer Neigung. Kroos jedenfalls blieb vom Shitstorm unbeeindruckt: Am Montag gegen Norwegen spielte er groß auf.

Gebloggt

Der Tumblr-Blog »Worst of Chefkoch« trägt das Schlimmste zusammen, das wohl unter dem Namen »Essen« firmierte und dann auch noch ins Netz hochgeladen wurde. Beispiele gefällig: Wie wäre es mit einer Lasagne mit Hühnerherzen, Bananen und Champignons oder einer Mett-Torte mit Brot? Guten Appetit! (gäd)

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