09. August 2018, 22:42 Uhr

Lebenslänglich trotz Persönlichkeitsstörung

09. August 2018, 22:42 Uhr
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Von DPA

Kempten (dpa). Weil er in ein Haus einbrach und den Besitzer ermordete, ist ein 37-Jähriger zu lebenslanger Haft und anschließender Sicherungsverwahrung verurteilt worden. Das Landgericht Kempten sah es als erwiesen an, dass der Angeklagte im März 2017 den 76-Jährigen erwürgte – weil er Angst hatte, wegen des Einbruchs gefasst zu werden. Ein 27 Jahre alter Mitangeklagter wurde freigesprochen.

Die Staatsanwaltschaft hatte 14 Jahre und neun Monate Haft samt Sicherungsverwahrung gefordert, weil der Angeklagte infolge einer Persönlichkeitsstörung vermindert schuldfähig gewesen sei. Die Sicherungsverwahrung ist laut Gericht aber wegen mehrerer schwerer Vorstrafen und einer weiterhin hohen Gefahr geboten. Der 37-Jährige könne sich nicht auf verminderte Schuldfähigkeit berufen.



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