15. Juni 2018, 22:27 Uhr

Täter auf Facebook gefunden

15. Juni 2018, 22:27 Uhr

Velbert (dpa). Nach dem schweren sexuellen Missbrauch an einer 13-Jährigen im April in Velbert bei Wuppertal ist das Opfer seinen mutmaßlichen Peinigern selbst auf die Spur gekommen. »Das Mädchen hatte das Gefühl, einen der Täter schon einmal gesehen zu haben«, sagte der Sprecher der Wuppertaler Staatsanwaltschaft, Wolf-Tilman Baumert, am Freitag. »Sie hat dann auf Facebook in allen möglichen Gruppen nach ihm gesucht und ist dabei fündig geworden.« Auf einem Foto habe sie ihn wiedererkannt.

Zwar habe der Schüler seinen Facebook-Account unter falschem Namen geführt, sein Foto sei aber an alle Streifenpolizisten in Velbert verteilt worden. »Dann hat es nicht lange gedauert, bis er einer Streife über den Weg lief«, sagte Baumert. Seine Festnahme sei »ein Volltreffer« gewesen: »Er hatte sein Handy dabei, auf dem ein Filmmitschnitt des Verbrechens gespeichert war.«

Damit konnten dann auch die übrigen Verdächtigen im Umfeld des Jugendlichen ermittelt werden. Mindestens acht Jugendliche aus Bulgarien sollen die 13-Jährige in einen Wald gezerrt und missbraucht haben.

Die verdächtigen Schüler sind zwischen 14 und 16 Jahre alt. Eine Spaziergängerin hatte das Mädchen aus den Händen der Gruppe gerettet. Sie sprach die Jugendlichen scharf an, die daraufhin von dem Mädchen abließen und türmten.

Sechs Verdächtige sitzen in Untersuchungshaft. Zwei weitere sollen sich mitsamt ihren Familien abgesetzt haben. Ihre Wohnungen seien leer.

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