27. Januar 2017, 08:31 Uhr

Porsche erweitert Panamera-Familie Viele Autos mit Lichtmängeln Hyundai i30 kommt im Trio Frostschutzreserve immer an Bord Führerschein in Gefahr

Die Panamera-Familie von Porsche wächst: Ein halbes Jahr nach dem Debüt der zweiten Fahrzeuggeneration bringt der Hersteller den Wagen im April auch als Langversion Executive sowie als Plug-in-Hybrid zu den Händlern.
27. Januar 2017, 08:31 Uhr

Die Panamera-Familie von Porsche wächst: Ein halbes Jahr nach dem Debüt der zweiten Fahrzeuggeneration bringt der Hersteller den Wagen im April auch als Langversion Executive sowie als Plug-in-Hybrid zu den Händlern.

Der für alle Motorvarianten erhältliche Executive bietet für einen Aufpreis von gut 9000 Euro 15 Zentimeter mehr Radstand und entsprechend mehr Beinfreiheit für die Hinterbänkler. Außerdem hat Porsche für die 5,20 Meter lange Modellvariante die Liste der Serien- und Sonderausstattungen erweitert. Die Luftfederung, das Panoramadach und die Sitzheizung im Fond sind jetzt Standard. Gegen Aufpreis gibt es unter anderem eine neue Mittelkonsole mit Klapptischen wie aus der Business-Klasse im Flugzeug.

Ebenfalls neu ins Programm kommt der mindestens 107 553 Euro teure Panamera 4E-Hybrid. Hier kombiniert Porsche einen 2,9 Liter großen V6-Turbo-Benziner mit 243 kW/330 PS mit einem 100 kW/136 PS starken Elektromotor und einer Lithium-Ionen-Batterie mit einer Kapazität von 14,1 kWh. Das soll bis zu 50 Kilometer Fahrt im rein elektrischen Betrieb ermöglichen und den Normverbrauch auf 2,5 Liter (CO2-Ausstoß 56 g/km) drücken. Während der Elektromotor 140 km/h schafft, erreicht der Panamera mit vereinten Kräften nach Herstellerangaben bis zu 278 km/h und beschleunigt in 4,6 Sekunden aus dem Stand auf Tempo 100.

Bei diesen beiden Erweiterungen soll es nicht bleiben, heißt es in Unternehmenskreisen. Für den Antrieb ist bereits die Rede von einem betont sportlich abgestimmten GTS und einem opulenten Turbo S. Und nachdem mit der Langversion die Beinfreiheit wächst, soll es bald auch eine Aufbauvariante mit mehr Kofferraum geben. Dann kommt der Panamera im Stil der Studie Sport Turismo als dynamischer Kombi. dpa

Viele Autos haben eine mangelhafte Beleuchtung. Wer Ersatz für defekte Autolampen kauft, sollte dabei aber auf das ECE-Prüfzeichen achten. Dazu rät der Automobilclub ADAC. Das Prüfzeichen wird mitunter auch E-Kennzeichen genannt und besteht aus einem Kreis, in dem ein großes E und daneben die jeweilige Prüfnummer steht. So gekennzeichnete Qualitätslampen sind geprüft worden und haben eine ECE-Bauartgenehmigung.

Aus Gründen der Verkehrssicherheit rät der Autoclub zudem, die komplette Beleuchtung eines Fahrzeugs sowie die Einstellung der Scheinwerfer regelmäßig zu kontrollieren. Ist das Auto stark beladen, sollte man bei Nachtfahrten die Höhenverstellung der Scheinwerfer über die Leuchtweitenregulierung anpassen, um den Gegenverkehr nicht zu blenden. Grundsätzlich müssen Scheinwerfer und Leuchten immer sauber gehalten und im Winter von Eis und Schnee befreit werden.

In einer bundesweiten Prüfaktion war bei rund drei von vier Autos (72 Prozent) die Beleuchtung mangelhaft. Größtes Problem waren Scheinwerfer, die blendeten oder deutlich zu tief eingestellt waren. Das war bei jedem dritten Wagen der Fall (33 Prozent). dpa

Wenn Hyundai in diesem Jahr die dritte Generation des i30 in den Handel bringt, dann planen die Koreaner mittelfristig mit drei Karosserievarianten. Los geht es dem Hersteller zufolge am 28. Januar mit dem Fünftürer, der bei 17 450 Euro startet.

Auf dem Genfer Salon im März gibt es den Konkurrenten des VW Golf dann auch als Kombi zu sehen, und zur IAA im September hat das Unternehmen eine Mischung aus Coupé-Limousine und Kombi angekündigt.

Beim Generationswechsel wird der i30 etwas größer und bietet entsprechend mehr Platz. So misst der Fünftürer nun 4,34 Meter, hat 2,65 Meter Radstand und sein Kofferraum fasst 395 bis 1301 Liter. Zugleich wird die Karosserie steifer und um knapp 30 Kilo leichter, teilt Hyundai weiter mit.

Außerdem verweisen die Koreaner auf die üppige Technologieausstattung, die bereits beim Basismodell unter anderem eine Spurführungshilfe, die Müdigkeitswarnung sowie eine City-Notbremse umfasst. Gegen Aufpreis gibt es Assistenten wie die Abstandsregelung, LED-Scheinwerfer sowie klimatisierte Sitze und ein beheizbares Lenkrad.

Unter der Haube gibt es zunächst je drei Motoren: drei Benziner mit 74 kW/100 PS bis zum neuen 1,4-Liter-Turbo mit 103 kW/140 PS sowie drei Diesel, die ein Spektrum von 70 kW/95 PS bis 98 kW/133 PS abdecken. Damit sind Spitzengeschwindigkeiten von 186 bis 210 km/h und Normverbräuche zwischen 3,6 und 5,4 Litern möglich (CO2-Ausstoß 95 bis 125 g/km). Wer sportlicher unterwegs sein will, muss bis zum Sommer warten. Dann kommt als Konkurrent zu GTI und Co. das erste Modell der neuen Performance-Marke N Brand, für das Hyundai mehr als 147 kW/200 PS in Aussicht stellt. dpa

Im Winter sollten Autofahrer stets einen Ersatzkanister mit Scheibenwaschwasser und entsprechendem Frostschutz an Bord haben. Das rät Jan Schnellhardt vom TÜV Thüringen. »Denn gerade bei Schmuddelwetter wird die Wischanlage des Fahrzeugs stärker beansprucht.« Auch einen Lappen oder Schwamm sollte man dabeihaben. So kann man bei sehr stark verschmutzten Scheiben und Scheinwerfern bereits auf dem nächsten Parkplatz anhalten und sie mit diesen Utensilien gründlich säubern. dpa

Nicht nur im Karneval kann ein Arbeitstag auch mal in einer Feier enden. Wer nach dem einen oder anderen Bier das Auto stehen lässt, handelt richtig. Wer dann aber aufs Fahrrad steigt, riskiert auch dort seinen Führerschein. Denn: »Wer betrunken Fahrrad fährt und mit mehr als 1,6 Promille erwischt wird, muss seinen Führerschein abgeben«, erklärt Tobias Goldkamp, Fachanwalt für Verkehrsrecht. Gleiches gelte bereits ab 0,3 Promille Alkoholgehalt im Blut, wenn jemand Ausfallerscheinungen zeigt und zum Beispiel Schlangenlinien fährt.

Grundsätzlich wird zwischen einem zeitweisen Fahrverbot und einem kompletten Entzug der Fahrerlaubnis unterschieden. »Wenn ein Fahrverbot verhängt wird, dann für ein bis maximal drei Monate«, sagt Stephan Miller von der Rechtsabteilung des ADAC. Dies sei bei groben oder beharrlichen Verkehrsordnungswidrigkeiten der Fall. Der Verkehrssünder könne sich dann innerhalb von vier Monaten ab der Rechtskraft des Bußgeldbescheids den Zeitraum aussuchen, in dem er den Führerschein abgibt. »Dadurch ist es möglich, sich auf die autofreie Zeit auch in Bezug auf den Arbeitsplatz vorzubereiten und beispielsweise einen Teil mit Urlaub zu überbrücken«, sagt Miller.

Eignung neu nachweisen

Wird wegen einer Straftat der Führerschein komplett eingezogen, gibt es diese Wahlmöglichkeit nicht: »Dann wird die Fahrerlaubnis oft auch sofort eingezogen und nicht erst mit Rechtskraft des Strafbefehls«, erklärt Miller. Das könne der Fall sein, wenn jemand zum Beispiel mit mindestens 1,1 Promille Alkohol im Blut unterwegs ist – »also eine klassische Trunkenheitsfahrt«. Der Führerschein ist dann mindestens sechs bis zwölf Monate weg und in jedem Fall neu zu beantragen.

Betroffene werden dann zumindest ab einer Blutalkoholkonzentration von 1,6 Promille auch im Rahmen einer medizinisch-psychologischen Untersuchung (MPU) ihre Eignung für den Straßenverkehr nachweisen müssen, erklärt Miller. Für Führerscheinneulinge, die noch auf Probe unterwegs sind, gilt generell die 0,0-Promille-Grenze.

Doch egal ob für einen Monat oder ein halbes Jahr: Ist der Führerschein weg, dürfen auch andere führerscheinpflichtige Fahrzeuge nicht bewegt werden. In Deutschland gibt es nur einen Führerschein, in den alle Klassen eingetragen werden, in denen der Inhaber ein Fahrzeug lenken darf. »Wird die Fahrerlaubnis entzogen, betrifft dies alle Fahrerlaubnisklassen«, erläutert Goldkamp.

Ausnahmen gebe es aber, wenn die Voraussetzung für eine bestimmte Fahrerlaubnisklasse wegfällt. Lkw-Fahrer zum Beispiel müssten ab dem 50. Lebensjahr ein augenärztliches Gutachten vorlegen, um die Fahrerlaubnis verlängern zu lassen. »Wird das nicht vorgelegt, erlischt die Lkw-Fahrerlaubnis, die für den Pkw jedoch bleibt bestehen«, so Goldkamp.

Unterwegs sein dürfen Führerscheinlose unter Umständen noch mit einem Pedelec. Diese Elektrofahrräder sind führerscheinfrei, wenn die Tretunterstützung bei maximal 25 km/h abgebrochen wird und sie über einen höchstens 250 Watt starken Motor verfügen. »Da sie nicht als Kraftfahrzeuge gelten, dürfen solche Pedelecs daher auch bei einem Fahrverbot aufgrund einer Ordnungswidrigkeit noch gefahren werden«, sagt Miller.

Doch nicht nur wenn Alkohol im Spiel ist, kann das den Führerschein kosten. Ein Fahrverbot droht auch bei zu hohem Tempo, Fahren unter Drogeneinfluss, dem Missachten einer roten Ampel oder einem zu geringen Mindestabstand zum Vordermann. Auch geistige oder körperliche Mängel könnten zum Entzug der Fahrerlaubnis führen, sagt Goldkamp: »Es muss also nicht zwingend eine Verkehrsstraftat vorliegen, auch unverschuldete Umstände können der Grund sein.«

Wird der Führerschein eingezogen, hat der Betroffene in der Regel keine Chance, dagegen etwas zu unternehmen oder den Entzug in eine andere Strafe umzuwandeln. »Die Fahrerlaubnis wird nicht zur Bestrafung des Täters, sondern zur Sicherheit des Straßenverkehrs entzogen«, sagt Goldkamp.

Anders hingegen verhalte es sich bei einem befristeten Fahrverbot im Rahmen eines Bußgeldverfahrens. In außergewöhnlichen Fällen kann ein Gericht ein drohendes Fahrverbot auch in eine Geldstrafe umwandeln – etwa, wenn ein Arbeitsloser in der Phase der unmittelbar bevorstehenden Existenzgründung steht und für die Kundenakquise ein Fahrzeug braucht.

Entzug bei acht Punkten

Wer ein Fahrverbot hinter sich hat, kann auch nicht davon ausgehen, dass sein Punktestand in Flensburg automatisch auf null gesetzt ist. »Die Eintragungen im Fahreignungsregister bleiben erhalten und werden erst nach Ablauf der jeweiligen Löschfristen entfernt«, sagt Goldkamp. »Grund ist, dass diese Eintragungen bei einem späteren Antrag auf Wiedererteilung der Fahrerlaubnis relevant sein können, um zu prüfen, ob der Antragsteller mittlerweile wieder fahrgeeignet ist.«

Hat jemand acht Punkte angesammelt, wird ihm die Fahrerlaubnis in jedem Fall entzogen. Bei einem Fahrverbot auf einen ausländischen Führerschein auszuweichen, ist keine Alternative, erklärt Hannes Krämer von Auto Club Europa (ACE): »Sollte trotzdem gefahren werden, handelt es sich um eine Straftat, die mit bis zu einem Jahr Gefängnis geahndet werden kann.« dpa

Schlagworte in diesem Artikel

  • ADAC
  • Alkoholeinfluss
  • Auto Club Europa
  • Betrunkenheit
  • Elektromotoren
  • Führerschein
  • Hyundai
  • Händler
  • Porsche
  • Produktionsunternehmen
  • TÜV
  • VW
  • DPA
  • Schlagwort zu
    Meine Themen

    Sie haben bereits 15 Themen gewählt

    Sie folgen diesem
    Thema bereits

Klicken Sie auf ein Schlagwort, um es zu „Meine Themen” hinzuzufügen oder weitere Inhalte dazu zu sehen.


0
Kommentare | Kommentieren

Bilder und Videos