31. Oktober 2017, 21:55 Uhr

Erinnerung an die Vergänglichkeit

31. Oktober 2017, 21:55 Uhr
... an die Toten. (Fotos: dpa)

Reformationstag, Allerheiligen, Allerseelen – drei kirchliche Gedenktage folgen zum Ausgang des Oktobers und Beginn des Novembers eines jeden Jahres aufeinander. Der Reformationstag am 31. Oktober, an den die evangelische Kirche erinnert, ist nur in diesem Jahr, 500 Jahre nach dem Thesenanschlag Martin Luthers, in ganz Deutschland ein arbeitsfreier Tag.

Allerheiligen am 1. November und Allerseelen am 2. November ist für die katholische Kirche ein Doppelfest. Grundsätzlich sollen sie an die Vergänglichkeit des irdischen Lebens erinnern. Zu Allerheiligen wird der Heiligen gedacht, die nach katholischer Lehre schon im Himmel sind. Dazu zählen nicht nur die, die offiziell vom jeweiligen Papst heiliggesprochen wurden und im Kalender der Kirche stehen, sondern auch die Menschen, von deren Heiligkeit nur Gott weiß. Schon im vierten Jahrhundert wurden in der orthodoxen Kirche Allerheiligenfeste gefeiert. In der westlichen Kirche wurde der Tag erst unter Papst Gregor III. (731 bis 741) eingeführt.

An Allerseelen hingegen steht das Gedenken an alle Verstorbenen und die Hoffnung auf die Auferstehung generell im Mittelpunkt. Dieser Tag wurde im Jahr 998 von Abt Odilo von Cluny ausgerufen. Zunächst galt er nur für die Toten der von ihm betreuten Klöster, später wurde er dann auf die ganze Kirche ausgeweitet.

Dass viele katholische Familien zum Totengedenken hauptsächlich bereits an Allerheiligen an die Gräber ihrer Verstorbenen kommen und sie schmücken, liegt daran, dass Allerseelen heute kein Feiertag mehr ist. So werden meist bereits an Allerheiligen die Friedhöfe mit Hunderten Lichtern auf den Gräbern erleuchtet – als Symbol für das ewige Licht, das den Toten leuchtet. Allerheiligen ist in Baden-Württemberg, Bayern, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und dem Saarland auch ein freier Tag.

Evangelische Christen gedenken ihrer Verstorbenen in besonderer Weise am Totensonntag, der auch Ewigkeitssonntag genannt wird. Das Datum dieses Tages steht nicht fest, sondern wird jedes Jahr zum Abschluss des Kirchenjahres vor dem ersten Sonntag im Advent begangen.

Fehlt noch der Volkstrauertag, ein staatlicher Gedenktag. Er wird zwei Sonntage vor dem ersten Adventssonntag begangen und erinnert an die Kriegstoten und Opfer der Gewaltherrschaft aller Nationen. (Quelle: eb/pi)

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