21. August 2019, 19:36 Uhr

Ganz schön weit weg

21. August 2019, 19:36 Uhr
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Von DPA
Die Bundeswehr bildet unter anderem Soldaten im Irak aus. (Foto: dpa)

Einige deutsche Soldaten bekommen gerade Besuch von ihrer Chefin. Die heißt Annegret Kramp-Karrenbauer und ist seit kurzer Zeit Verteidigungsministerin von Deutschland. Damit ist sie verantwortlich für die Bundeswehr.

Annegret Kramp-Karrenbauer ist extra in die Länder Jordanien und Irak im Nahen Osten geflogen, weil dort deutsche Soldaten im Einsatz sind. »Ich freue mich jetzt, dass ich die knapp 450 Männer und Frauen auch persönlich vor Ort sehen kann«, sagte sie zu Beginn ihrer Reise.

Eigentlich ist es die Hauptaufgabe der Soldaten, Deutschland gegen Gefahren zu verteidigen. Was machen sie also so weit weg im Ausland?

Ein Grund dafür ist: Deutschland ist mit vielen Ländern verbündet, damit man sich gegenseitig zur Hilfe kommen kann. Etwa, wenn Krieg herrscht oder der Frieden in einer Region bedroht ist. So ist das auch im Irak. Dort und in anderen Ländern der Region hatte eine Terrorgruppe vor einigen Jahren viele Gebiete erobert und Gewalt verübt. Die Gruppe nennt sich Islamischer Staat, kurz IS.

Um den IS zu bekämpfen, taten sich viele Länder zusammen und schickten Soldaten in die Region. Dazu gehören etwa die USA, Frankreich, die Türkei und auch Deutschland. Deutsche Soldaten fliegen zum Beispiel Aufklärungsflüge, betanken Kampfflugzeuge in der Luft und bilden irakische Soldaten aus.

Genehmigt ist dieser Bundeswehreinsatz noch bis Ende Oktober. Es ist unklar, ob er dann verlängert wird. Einige Politiker sind dagegen. Sie sagen: Deutschland hat seine Verpflichtung erfüllt. Manche Leute meinen sogar, die Bundeswehr sollte nur in Deutschland eingesetzt werden. Die Verteidigungsministerin hat aber schon gesagt, dass sie für eine Verlängerung ist. Sie meint, die deutschen Soldaten würden dort noch gebraucht.



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