01. Oktober 2016, 12:00 Uhr

Ein Dasein in der Nische

Hobbyfilmern, die im Urlaub, auf Konzerten oder Familienfeiern mit klassischen Camcordern bewegte Bilder einfangen, begegnet man nicht mehr häufig. Stattdessen sind es Smartphones und Tablets, mit denen mittlerweile nicht nur scharfe Fotos, sondern auch ganz ansehnliche Filme gelingen. Trotzdem steigt der Absatz von Camcordern. Im vergangenen Jahr wurden laut Consumer Electronics Marktindex Deutschland (CEMIX) 772 000 Geräte in dem Segment verkauft – das sind 17 Prozent mehr als im Vojahr. Das liegt vor allem an den boomenden Actioncams für Sportler und Outdoor-Fans wie beispielsweise die »GoPro«-Modelle.
01. Oktober 2016, 12:00 Uhr
Es gibt gute Argumente für den Kauf eines Camcorders. (Foto: dpa)

»Der Höhenflug einer Produktkategorie ist immer endlich«, sagt Joachim Sauer von der Zeitschrift »Videoaktiv«. Er geht allerdings davon aus, dass auch noch in einigen Jahren Actioncams und Camcorder mit stabilen Zahlen verkauft werden. Genau wie in der Fotografie werde aktuell beim Filmen die Einsteigerklasse von den Smartphones abgedeckt. »Im gehobenen Segment sind die Filmer schon wieder dabei, zum Camcorder zurückzukehren, denn letztlich ist die Handhabung um ein Vielfaches besser.« In den Augen des Experten ist das Filmen mit einem Smartphone trotzdem keine Spielerei, da sie auch von der Bedienung her unkompliziert sind. »Wer einfach ein Erlebnis festhalten will und auf den Zoom und eine richtige Schärfeeinstellung verzichten kann, ist gut bedient«, sagt Sauer. Bei Digitalkameras stehen nur System- und Spiegelreflex-Kameras in Konkurrenz zum Camcorder.

Bessere Bildqualität

Vorteil: Hier kann der Nutzer die Objektive wechseln und so gezielt mit der Schärfe im Bild spielen. Inzwischen geht das jedoch auch mit vergleichsweise günstigen Camcordern. Im Vergleich zu Smartphones und Fotokameras bescheinigt die Stiftung Warentest Camcordern die beste Bildqualität. Eine Full-HD-Auflösung sei Standard. Die Organisation empfiehlt Modelle mit elektronischem Sucher, allerdings werden die von immer weniger Herstellern verbaut. Deshalb sollte man vor allem auf die Qualität des Bildschirms achten und den Einsatzbereich der Kamera bedenken. dpa

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