22. September 2017, 16:52 Uhr

Übersetzer im Web

Lahme Kisten einfach aufmotzen Netzagentur kann schlichten »DeepL« lernt und versteht VR-Brillen mit Microsoft-Technologie Cinch, Klinke oder HDMI? Windows-Update stärkt Nutzerrechte

Höher, schneller, weiter: Bei Technik wird der Verbraucher bei vielen Gelegenheiten animiert, Neues zu kaufen. Doch gerade beim PC reicht manchmal auch das Upgrade einzelner Komponenten – je nach Anspruch an den PC. Vorher sollte man aber einige Fragen beantworten können.
22. September 2017, 16:52 Uhr

Nach mehreren Jahren im Einsatz kommt irgendwann der Punkt, an dem man nur noch fluchend vor seinem Computer sitzt: Der einstmals zeitgemäße Rechner ist zur lahmen Kiste verkommen. Doch nicht immer ist dann der Weg zum Schrottplatz richtig. Wer punktuell nachrüstet, statt neu zu kaufen, spart Geld und schont die Umwelt. Was will ich überhaupt? Das ist die entscheidende Frage, um die richtige Entscheidung treffen zu können. Anspruchsvolle Spiele auf höchstem Niveau? Professionelle Bild- oder Videobearbeitung? Oder reicht eigentlich ein solider Surf- und Office-PC?

Zunächst sollte man sicherstellen, dass das System software-seitig in gutem Zustand ist, bevor man anfängt, Geld in die Hand zu nehmen, rät Christian Hirsch vom Fachmagazin »c’t«. Allein ein Virenprogramm kann im Hintergrund so viel Leistung fressen, dass das Arbeiten zur Qual wird. Ein Blick in den Windows-Taskmanager zeigt, ob ein bestimmtes Programm den Prozessor oder Arbeitsspeicher über Gebühr beansprucht.

Liegt es nicht an der Software, bremst höchstwahrscheinlich ein Bauteil im Computergehäuse. Hirsch erklärt, dass oft nur ein Teil ausgelastet ist und den ganzen Rechner bremst, während die anderen Komponenten normal laufen. Läuft das Codieren eines Videos langsam ab, könnte es am Prozessor liegen. Wenn Spiele anfangen, zu ruckeln, ist vielleicht die Grafikkarte schuld. Wenn Programme nicht schnell genug starten, liegt es womöglich an einer lahmen Festplatte. »Das kann man aber nicht pauschal sagen«, schränkt Hirsch ein. Programme wie das kostenlose CPU-Z zeigen an, was im PC verbaut ist. Der Überblick ist hilfreich, wenn es darum geht, herauszufinden, wo der Schuh drückt. Außerdem erfährt man so die genaue Bezeichnung der verbauten Komponenten – praktisch beim Kauf neuer Teile.

Komponenten checken

Hirsch ist sich sicher: Oft hilft allein das Aufrüsten mit einer schnellen SSD-Festplatte. Sie sind zwar teurer als normale Festplatten, »bringen aber den größten Performance-Schub«. Eine kleinere SSD kann man zusätzlich zur alten Festplatte installieren: Auf die schnelle SSD kommen Betriebssystem und Programme, auf die alte, aber große Festplatte Daten, Filme, Musik und Fotos. Eine 256 Gigabyte große SSD gibt es inzwischen schon ab 80 Euro. Festplatten sind relativ einfach auszutauschen, erklärt Hirsch. Auch bei Grafikkarten gibt es dank Standard-Steckplätzen weniger Probleme. Schwierig wird es aber beim Prozessor: »Neue Generationen haben meistens auch eine neue Fassung« – einfach Austauschen ist meist nicht drin. Ein Arbeitsspeicher-Update ist wiederum relativ einfach. Man muss nur darauf achten, den richtigen Speichertyp zu kaufen.

Und was darf so eine Aufrüstaktion kosten? »Alles bis 150 Euro ist okay«, sagt Hirsch. Man müsse immer bedenken: Einen günstigen neuen Rechner bekomme man ab 300 Euro. »Das ist dann zwar keine Rakete, aber für viele reicht das schon.« Im Schnitt gaben die Menschen in Deutschland 2016 knapp doppelt so viel (580 Euro) für ihren neuen PC aus, erklärt Roland Stehle vom Branchenverband gfu. Insgesamt wurden 1,1 Millionen Neu-PCs verkauft. Rolf Buschmann vom BUND hält die meisten PC-Neukäufe für voreilig. Für den Ressourcenexperten ist ein Problem, dass dem Verbraucher häufig vor Augen geführt wird, »man müsse den Computer ja austauschen, weil er nicht mehr leistungsfähig genug ist. Das stimmt in den wenigsten Fällen«. Wer nicht gerade mit Grafiken, 3D oder Videoschnitt arbeitet, komme meist mehrere Jahre ohne Neukauf aus. Und wenn es dann doch irgendwann haken sollte, lohne sich der Austausch der jeweiligen Komponenten.

Die relativ einfachen Austauschmöglichkeiten per Stecksystem, über die PCs verfügen, wünscht sich Buschmann auch für Tablets oder Smartphones. Hier ist das Aufrüsten in Eigenregie nur selten möglich, und dann oft sehr kompliziert.

Mehr Energie

Neukäufe sind deshalb bei Mobilgeräten an der Tagesordnung, kritisiert der Experte. »Das ist natürlich aus Ressourcenschutz- und Umweltgesichtspunkten eine völlig falsche Strategie.« Man sollte auch nicht blind in neue energiesparende Technik investieren, warnt Buschmann. »Man müsste den Computer 30 Jahre nutzen, um das zu kompensieren, was man an Energie einspart«, so der Experte. Allein die Herstellung eines komplexen Elektronikgeräts brauche so viele Ressourcen und Energie, dass dies die Einsparungen beim Betrieb des Gerätes nicht wettmachen könnten. So ein Gerät neu zu kaufen, lohnt sich also vor allem oder nur, wenn die Neuanschaffung ohnehin ansteht.

Gibt es Probleme beim Wechsel zu einem neuen Telefonanbieter, muss der alte Anbieter bis zur erfolgreichen Umschaltung Kunden weiter versorgen. Darauf weist die Bundesnetzagentur (BNetzA) hin. Für seine Dienste darf er dann aber nur noch die Hälfte der vorherigen regelmäßigen monatlichen Kosten einfordern.

Im Streitfall kann die BNetzA als neutrale Schlichtungsstelle vermitteln. Mögliche Fälle sind neben Problemen beim Anbieterwechsel oder der Rufnummernmitnahme auch strittige Telefon- und Handy-Abrechnungen, nicht eingehaltene vertraglichen Leistungen oder gesperrte Anschlüsse. Ziel ist eine gütliche Einigung. dpa

Egal ob für die Master-Arbeit, die Mail zur Auslandsfreundschaft oder den Städtetrip: DeepL übersetzt Texte in andere Sprachen. Die Website funktioniert wie andere Übersetzungslösungen in Internet auch: einfach die gefragte Übersetzung eintippen, und die Lösung erscheint im Fenster daneben. Sie soll aber bessere Übersetzungen liefern.

DeepL nutzt für die Übersetzung eine künstliche Intelligenz. Sie wurde vor Aktivierung des Services in sieben Sprachen und mit über einer Milliarde Sätzen trainiert. Dadurch hat die Übersetzungsmaschine einen großen Stamm an Wörtern und Phrasen, der durch die jeweiligen Übersetzungen der Nutzer automatisch ergänzt wird. Wenn DeepL den gewünschten Satz übersetzt hat, können Nutzer zu jedem Wort alternative Lösungsvorschläge ansehen, die den Inhalt des Satzes gegebenenfalls angemessener wiedergeben. Die Entwickler sprechen von einem selbstlernenden Programm. Theoretisch könnte DeepL eine Million Wörter pro Sekunde übersetzen lassen, ohne dass das Programm zusammenbricht, so das Versprechen.

Mehr Sprachen geplant

Das einzige Manko: bislang kann das Programm nur aus und in sieben Sprachen übersetzen. Das sind Deutsch, Englisch, Niederländisch, Spanisch, Polnisch, Italienisch und Französisch. Das Kölner Unternehmen hinter DeepL hat weitere Sprachpaare in Aussicht gestellt. DeepL kann bisher nur im Browser genutzt werden, ein Zugang über Mobilgeräte ist geplant.

In einem Test von »Spiegel Online« schnitt das Programm wesentlich besser ab als die Konkurrenz von Google und Bing (Microsoft). Zwar sei auch DeepL nicht fehlerlos, insgesamt aber erkenne es Satzzusammenhänge und sprachliche Nuancen besser, und liefere dementsprechend eine präzisere Übersetzung. dpa/eb

Der Name »Windows Mixed Reality« führt etwas in die Irre – denn bei den von Microsoft entwickelten Computer-Brillen handelt es sich eigentlich um echte Virtual-Reality-Geräte. Auf der Elektronikmesse IFA haben die Microsoft-Partner Acer, Asus, Dell, HP und Lenovo ihre jeweiligen Versionen der VR-Brille von Microsoft präsentiert. Sie sollen der Oculus Rift von Facebook und der Vive von HTC Konkurrenz machen.

Im Gegensatz zu den aufwendigeren Konkurrenzprodukten kommen die Windows-Brillen ohne spezielle Sensoren aus, die man bei Rift und Vive im Raum positionieren muss, um den virtuellen Bewegungsraum im Zimmer abzustecken. Die Modelle der Microsoft-Partner sind quasi baugleich. Nur das äußere Erscheinungsbild variiert ein wenig. In den Brillen wurden zwei LCD-Panels mit 90 Hertz und einer Auflösung von je 1440 x 1440 Pixeln eingebaut. Rift und Vive verfügen dagegen über OLED-Panels. Die Brillen, die über ein vier Meter langes HDMI-Kabel an einen Windows-PC angeschlossen werden, wiegen 400 Gramm. Der Display-Teil vorne kann hochgeklappt werden, um zwischendurch aus der virtuellen Welt auszusteigen. Die Geräte kosten mit zwei Controllern rund 450 Euro. dpa/Foto: dpa

Ob Anlage, Fernseher oder AV-Receiver: Wer auf die Geräterückseiten schaut, findet viele Audioschnittstellen zur Verbindung etwa mit Lautsprechern oder Zuspielern. Fast jede Verbindung hat ihre Stärken und Schwächen. Das gilt auch für die Funkschnittstellen Bluetooth und WLAN. Ein Überblick:

Bananenstecker: Mit die einfachste und schnellste Möglichkeit, um Boxen anzuschließen. Zur Montage werden die Stecker auf die abisolierten und leicht verdrillten Kabelenden aufgesteckt und verschraubt. Alternativ verfügen Lautsprecher oder Verstärker über Schraubklemmen. »Vernünftige Kabel zeichnen sich dadurch aus, dass Plus- und Minusleiter nicht parallel geführt werden, weil bei diesem Aufbau die magnetischen Verluste zu groß sind«, erklärt Olaf Sturm, Chefredakteur des Fachmagazins »hifi & records«. Technisch sinnvoller ist eine Konstruktion, bei der die beiden Leiter sich umschlingen.

Bluetooth: Lautsprecher mit der Funktechnik sind beliebt – auch weil eine Netzwerkumgebung anders als bei WLAN nicht erforderlich und die Inbetriebnahme extrem simpel ist. Dafür beschränkt sich die Reichweite auf rund zehn Meter. Unterstützen Sender – etwa ein Smartphone – und Empfänger – etwa Bluetooth-Boxen – den Aptx-Codec, lassen sich Audiodaten in CD-Qualität streamen. Beim Aptx-HD-Codec gelingt das sogar in hochauflösender Qualität (HiRes).

Cinch: Die Cinch-Buchse ist der verbreitetste Hi-Fi-Anschluss. »Cinch, auch RCA-Connector genannt, ist eine Schnittstelle, die fast ausschließlich zum Verkabeln von Zuspielgeräten mit dem Verstärker verwendet wird«, erklärt das »Connect«-Magazin. Der linke Audiokanal hat einen weißen, der rechte einen roten Stecker.

DIN-Stecker: Wird auch Diodenstecker genannt und spielt heute kaum noch eine Rolle. Die fünfpolige Variante kann zwei Stereosignale übertragen. Vorteil: Ein Kabel reicht für Aufnahme und Wiedergabe.

Ethernet: Auch LAN genannt. Eine Buchse dafür findet sich an immer mehr Unterhaltungselektronikgeräten, um sie ins heimische Netzwerk ein- und mit dem Internet verbinden zu können – etwa zum Audio-Streaming. Gegenüber WLAN-Verbindungen sind Verkabelungen per Ethernetbuchse weniger störanfällig, die Übertragungsraten oft höher.

Klinke: Hat sich als Standard zum Anschluss von Kopfhörern durchgesetzt. Bei mobilen Geräten wie Smartphones kommt das 3,5-mm-Format zum Einsatz, an der Front von Anlagen oder Komponenten findet sich häufig das 6,35-mm-Format. Über Klinkenstecker werden auch Mikrofon- und AUX-Eingänge realisiert.

HDMI: Das High Definition Multimedia Interface ist wohl der wichtigste Heimkinoanschluss. Ein HDMI-Kabel transportiert Bild und Ton. Wer 4K-/UHD-Signale fehlerfrei übertragen möchte, sollte prüfen, ob das HDMI-Kabel Bildwiederholfrequenzen von 60 Hertz unterstützt.

Massekabel: Dient bei Plattenspielern dazu, durch Erdung nervige Brummgeräusche zu unterdrücken. Dazu wird das Kabel an einer meist mit GND beschrifteten Schraube am Verstärker befestigt.

S/PDIF: Steht für Sony/Philips Digital Interface und beschreibt einen Schnittstellenstandard für die Übertragung von digitalen Audiosignalen – in optischer oder elektrischer Form. »Hierbei können Stereosignale, aber auch höhere Spurenzahlen übertragen werden«, erklärt »Connect«. »Der Anschluss, der gleichzeitig mit diesem Standard entwickelt wurde, ist der Toslink-Stecker.« Er überträgt ein optisches Signal. Elektrische S/PDIF-Signale gehen über Koaxkabel.

USB: Der Universal Serial Bus hat den Sprung aus der IT-Welt in die Unterhaltungselektronik geschafft. An Fernseher oder Anlagen können etwa USB-Speicher mit Musik, Fotos oder Videos angeschlossen werden.

WLAN: Netzwerklautsprecher, Fernseher, AV-Receiver und viele andere Geräte lassen sich über den drahtlosen Funkstandard mit Netzwerk und Internet verbinden – wie beim LAN, nur eben ohne lästiges Kabelverlegen.

XLR: »XLR-Anschlüsse rasten ein, erzeugen keine Kurzschlüsse und übertragen Signale selbst über lange Strecken störungsarm«, nennt die Zeitschrift »Chip« die Vorteile der primär im Profi-Audiobereich eingesetzten Stecker. Durch die symmetrische Signalübertragung werden negative Einflüsse durch Einstreuung minimiert. dpa

Mit dem nächsten großen Update für Windows 10 erhalten Nutzer mehr Kontrolle über App-Zugriffsrechte. Wie Microsoft in einem Blog-Eintrag erklärt, lassen sich künftig schon bei der Installation von Programmen einzelne Zugriffsrechte einräumen oder ablehnen. Nutzer können beeinflussen, ob ein Programm etwa auf die Kamera, den Standort, das Mikrofon oder die Kontakte zugreifen kann.

Die Abfrage von Zugriffsrechten eines Programms erscheint auf Rechnern mit dem Fall Creators Update bei der Installation neuer Programme. Für bereits installierte Software lassen sich die Zugriffsrechte in den Einstellungen unter dem Punkt »Datenschutz« aufrufen und ändern. Das Fall Creators Update wird ab dem 17. Oktober schrittweise für Computer mit Windows 10 veröffentlicht. dpa



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