01. Mai 2020, 22:41 Uhr

Chance auf Waffenruhe?

01. Mai 2020, 22:41 Uhr
Ein Gefangenenaustausch zwischen Kiew und Donezk Mitte April gehört zu den wenigen Vereinbarungen von Paris, die bisher umgesetzt wurden. FOTO: DPA

Berlin/Kiew/Moskau - Für eine neue Waffenruhe im Ukraine-Konflikt hat Bundesaußenminister Heiko Maas seine Kollegen in Moskau und Kiew per Video zu größeren Anstrengungen aufgerufen. Maas schaltete sich von Berlin aus mit den Außenministern Russlands und der Ukraine, Sergej Lawrow und Dmitri Kuleba, zusammen, weil trotz Absprache beim Gipfel von Paris im Dezember immer noch keine neue Waffenruhe vereinbart wurde. Die Corona-Krise dürfe keine Entschuldigung für fehlende Fortschritte in dem blutigen Konflikt im Osten der Ukraine sein, sagte Maas. Es war das erste Gespräch dieser Art seit zwei Jahren.

»Die Leidtragenden sind die Menschen vor Ort«, sagte Maas mit Blick auf die Gebiete Donezk und Luhansk. Nötig sei ein dauerhafter Waffenstillstand. Einigkeit sei darüber erzielt worden, dass das Internationale Komitee vom Roten Kreuz (IKRK) Zugang zu den Konfliktgebieten bekommen solle. Das sei erfreulich. »Die Corona-Pandemie sollte eigentlich ein Weckruf sein, jetzt noch schneller zu Lösungen zu kommen.« In etwa einem Monat sei ein weiteres Gespräch geplant.

Von den Pariser Vereinbarungen wurden bisher nur zwei Gefangenenaustausch-Aktionen zwischen Kiew und den abtrünnigen Gebieten Donezk und Luhansk vollzogen. dpa

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