27. November 2019, 22:41 Uhr

Der Ton wird rauer

27. November 2019, 22:41 Uhr

Berlin (dpa). Berlin will den Nationalen Bildungsrat notfalls auch ohne Bayern und Baden-Württemberg gründen. »Ich gehe davon aus, dass der Bildungsrat zur Not auch ohne die beiden Länder seine Arbeit aufnimmt und fordere alle im Interesse der Zukunft unserer Kinder zur Mitarbeit auf«, sagte Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller (SPD) dem »Spiegel«. Er kritisierte den geplanten Ausstieg Bayerns und Baden-Württembergs als »nicht akzeptabel«.

Hamburgs Schulsenator Ties Rabe (SPD) griff Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) dafür an, dass er sich erneut gegen eine Neuordnung der Ferientermine in Deutschland ausgesprochen hatte. »Dieser Schuss aus Bayern wird nach hinten losgehen: Jetzt wird jedes Land genau wie Bayern die Sommerferien im Alleingang festlegen. Viel Spaß auf den langen bayerischen Autobahnen«, sagte Rabe.

Söder hatte am Sonntag den Ausstieg Bayerns aus dem geplanten Nationalen Bildungsrat bestätigt und zuvor auch jegliche Veränderung der Ferienregelung ausgeschlossen. »Das bayerische Abitur bleibt bayerisch, übrigens genauso, wie die Ferienzeiten bleiben, wir wollen auch die nicht angleichen.« Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) hatte den Bildungsrat als »überflüssig wie ein Kropf« bezeichnet.

Beim Thema Ferien machen sich Berlin und Hamburg dafür stark, dass die Sommerferien künftig zeitlich weniger zwischen den Bundesländern gestreckt werden. Sie sollen künftig überall erst ab 1. Juli und nicht schon im Juni beginnen, damit die jährlichen Verschiebungen zwischen den Ländern möglichst gering ausfallen.

Im Ferienstreit rief die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) Bayern dazu auf, sich Neuregelungen nicht zu verschließen. Der hessische Bildungsminister und Präsident der Kultusministerkonferenz (KMK), Alexander Lorz (CDU), kritisierte die Debatte am Mittwoch. Die KMK habe im Oktober einstimmig vereinbart, das Ferienthema von den Fachleuten prüfen zu lassen. »Diese ergebnisoffenen Vorschläge sollen uns dann im Herbst 2020 vorgelegt werden. Daran möchte ich alle Beteiligten nochmals erinnern.«

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