29. Oktober 2017, 23:03 Uhr

Kurdenpräsident Barsani zieht sich zurück

29. Oktober 2017, 23:03 Uhr

Erbil (dpa). Nach dem Rückschlag im Kampf um einen unabhängigen Kurdenstaat will sich der Präsident der irakischen Minderheit, Massud Barsani, zurückziehen. »Ich habe unter keinen Bedingungen akzeptiert, mein Mandat zu verlängern«, sagte er am Sonntag in einer TV-Ansprache. Barsani wird nach Ablauf seines Mandats am 1. November vom höchsten Posten der Autonomieregion im Nordirak abtreten.

Barsani hatte sich mit dem Unabhängigkeitsreferendum der irakischen Kurden Ende September verkalkuliert. Zwar stimmte eine überwältigende Mehrheit von mehr als 92 Prozent für eine Abspaltung der Kurdengebiete vom Irak. Die Zentralregierung in Bagdad, die das Votum ablehnt und eine Annullierung seines Ergebnisses fordert, griff in der Folge aber mit harter Hand gegen Erbil durch. Die irakische Armee und verbündete Schiitenmilizen rückten in Gebiete vor, die die Kurden vor rund drei Jahren unter ihre Kontrolle gebracht hatten. Der Rückzug Barsanis könnte den Konflikt entspannen, da sein Verhältnis mit der Zentralregierung schwer gestört ist.

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