17. Oktober 2017, 22:19 Uhr

Plätze heiß begehrt

17. Oktober 2017, 22:19 Uhr

Gütersloh/Wiesbaden (dpa). Einen Rechtsanspruch auf einen Platz in der Ganztagsschule zumindest für Grundschulkinder: Im Bundestagswahlkampf hatten mehrere Parteien das gefordert – darunter Union, SPD und Grüne. Nach den aktuellsten Zahlen für das Schuljahr 2015/2016 nehmen bundesweit rund vier von zehn Schülern (39,3 Prozent) eine Ganztagsschule in Anspruch. Das geht aus einer neuen Studie der Bertelsmann-Stiftung hervor. Um bis 2025 für 80 Prozent der Schüler einen Ganztagsschulplatz anzubieten, müsste die Politik weitere 3,3 Millionen Ganztagsplätze schaffen. Kritiker halten das kaum für machbar. In den vergangenen Jahren besuchten immer mehr Kinder eine Ganztagsschule. Zum Vergleich: Im Schuljahr 2002/2003 ging jeder Zehnte (9,8 Prozent) dorthin. Im Schuljahr 2015/2016 hatten beim Spitzenreiter Hamburg rund neun von zehn Kindern einen Platz in einer Ganztagsschule (91,5 Prozent) – beim Schlusslicht Bayern sind es mit 16,0 Prozent deutlich weniger.

Um bis 2025 für 80 Prozent der Schüler einen Ganztagsschulplatz zu haben, müsste die Politik 15 Milliarden Euro in Räume und Ausstattung investieren und 47 600 zusätzliche Pädagogen einstellen – darunter 31 400 Lehrkräfte und 16 200 sonstige Pädagogen wie Schulsozialarbeiter oder Erzieher. Um dann bis 2030 für alle Kinder einen Platz zu haben, müssten pro Jahr 300 000 zusätzliche Plätze entstehen.

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