Politik

Russland erinnert an Stalin-Opfer

Moskau (dpa). Russland setzt den Opfern des sowjetischen Terrors ein zentrales Denkmal in Moskau. Die monumentale »Mauer der Trauer« des Bildhauers Georgi Franguljan soll am heutigen Montag enthüllt werden. Am 30. Oktober wird in Russland jedes Jahr der Opfer politischer Verfolgung unter den Sowjets gedacht. Seit dem Ende der Sowjetunion 1991 sind viele ehemalige Lager oder Erschießungsstätten in Gedenkstätten umgewandelt worden.
29. Oktober 2017, 22:28 Uhr
DPA

Moskau (dpa). Russland setzt den Opfern des sowjetischen Terrors ein zentrales Denkmal in Moskau. Die monumentale »Mauer der Trauer« des Bildhauers Georgi Franguljan soll am heutigen Montag enthüllt werden. Am 30. Oktober wird in Russland jedes Jahr der Opfer politischer Verfolgung unter den Sowjets gedacht. Seit dem Ende der Sowjetunion 1991 sind viele ehemalige Lager oder Erschießungsstätten in Gedenkstätten umgewandelt worden.

Das neue Denkmal ist Teil widersprüchlicher Entwicklungen. Einerseits verklärt sich für immer mehr Russen die Erinnerung an Stalin. Auch ihm werden nach Jahrzehnten wieder Denkmäler gesetzt. Andererseits hat die russische Regierung 2015 ein Konzept erarbeitet, wie der Opfer Stalins, all der Ermordeten und Lagerhäftlinge, gedacht werden soll: »Russland kann kein vollgültiger Rechtsstaat werden und keinen führenden Platz in der Weltgemeinschaft einnehmen, wenn es nicht das Andenken an Millionen seiner Bürger pflegt, die Opfer politischer Repressionen geworden sind«, heißt es im Konzept.

Artikel: https://www.giessener-allgemeine.de/ueberregional/mantelredaktion/politikboerse/Politik-Russland-erinnert-an-Stalin-Opfer;art483,338036

© Giessener Allgemeine Zeitung 2016. Alle Rechte vorbehalten. Wiederverwertung nur mit vorheriger schriftlicher Genehmigung