10. November 2017, 23:20 Uhr

Zeichen der Aussöhnung

10. November 2017, 23:20 Uhr

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat beim Gedenken an die Toten des Ersten Weltkriegs übertriebenen Patriotismus und Nationalismus deutlich verurteilt. Jede Generation müsse für sich aufs Neue erlernen, »die Idee der Nation von der Ideologie des Nationalismus« zu unterscheiden, sagte Steinmeier gestern an der Seite von Frankreichs Staatschef Emmanuel Macron auf dem Hartmannsweilerkopf im Elsass. Die beiden Staatschefs weihten dort bei eisigem Winterwetter das erste deutsch-französische Museum zum Ersten Weltkrieg ein. Es soll die Versöhnung der beiden EU-Kernländer symbolisieren. Die Erinnerung an die blutige Vergangenheit sei Verpflichtung für eine gemeinsame Zukunft, sagte Steinmeier.

Der über ein Jahr lang umkämpfte Hartmannsweilerkopf ist wegen der 30 000 Toten als »Menschenfresser« bekannt geworden. »Das massenhafte Sterben an diesem Ort steht für den Irrsinn des Krieges«, sagte Steinmeier, der zum Auftakt seines Frankreich-Besuchs demonstrativ den europapolitischen Elan Macrons unterstützte. Deutschland und Frankreich wüssten um ihre Aufgabe, »dieses Europa in eine hoffnungsvolle, eine bessere Zukunft zu führen«. Macron plädierte für eine »gemeinsame Lektüre« der deutsch-französischen Geschichte. »Was wir heute tun, ... ist, eine gemeinsame Geschichte zu bauen, weil sie der Sockel einer gemeinsamen Zukunft ist.« (dpa/Foto: dpa) (Seite 5)

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