17. Dezember 2019, 20:33 Uhr

Raus aus der Stadt

17. Dezember 2019, 20:33 Uhr

Berlin (dpa). Sanierter Altbau, drei Zimmer, Küche, Bad für unter 700 Euro warm. Mit Terrasse und Stellplatz. Und See und Kita um die Ecke. Bei solchen Inseraten reibt sich mancher Großstädter die Augen. »Klingt utopisch, ist aber so. Knapp eine Stunde von Berlin«, plakatierte die Stadt Neustrelitz kürzlich in der Hauptstadt. Nicht nur in Berlin, bundesweit ziehen wegen explodierender Wohnkosten immer mehr Menschen aus den Großstädten ins Umland, wie Experten beobachten.

Nach einem Jahrzehnt Immobilienboom ist Wohnen in großen Städten für viele Menschen kaum noch zu bezahlen. Was man von München kannte - eine Zulage für die Beschäftigten der Stadt - gibt es künftig auch in Berlin: Damit Feuerwehrleute und Krankenschwestern sich die Stadt noch leisten können.

Denn die Preise für Wohnungen und Häuser steigen in den Städten weiter, und damit die Mieten. »Es sind keine Anzeichen für eine Trendumkehr zu erkennen«, sagte Anja Diers, die Vorsitzende des Arbeitskreises der deutschen Gutachterausschüsse am Dienstag bei der Vorstellung des »Immobilienmarktberichts 2019«. Demnach hat sich der Umsatz mit Wohnungen, Häusern, Grundstücken und Agrarflächen in den vergangenen zehn Jahren mehr als verdoppelt.

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