12. Dezember 2018, 09:58 Uhr

Terror

Was über den Terroranschlag von Straßburg bisher bekannt ist

Nach dem tödlichen Terroranschlag in Straßburg fahndet die Polizei mit einem Großaufgebot nach dem geflüchteten Täter. Die aktuelle Entwicklung im Überblick.
12. Dezember 2018, 09:58 Uhr
Eine lange Schlange an Fahrzeugen steht an der deutsch-französischen Grenze in Kehl. (Foto: Christoph Schmidt)
  • Ein 29-jähriger Mann schoss am Dienstagabend am Rande des Weihnachtsmarkts von Straßburg um sich und tötete mindestens drei Menschen. Mehr als zehn Personen wurden nach Angaben von Frankreichs Innenminister Christophe Castaner verletzt, sechs von ihnen sehr schwer
  • Der Verdächtige hatte nach Angaben der Präfektur gegen 20 Uhr nahe dem Straßburger Weihnachtsmarkt das Feuer eröffnet. Innenminister Castaner erklärte, der Täter habe an drei verschiedenen Orten in der Stadt "Terror" verbreitet. Zwischen 20 und 21 Uhr habe er sich zweimal einen Schusswechsel mit Sicherheitskräften im Patrouilleneinsatz geliefert.
  • Der Täter war am Mittwochmorgen weiter auf der Flucht.
  • Der mutmaßliche Angreifer ist nach Informationen der dpa ein französischer Staatsbürger mit nordafrikanischen Wurzeln. Sein Name soll Cherif Chekatt sein. Der 29-Jährige wurde  vom Amtsgericht Singen wegen schweren Diebstahls zu einer Gefängnisstrafe verurteilt und war in Deutschland in Haft. Nach dem Verbüßen der Strafe wurde er nach Angaben der dpa im Jahr 2017 nach Frankreich abgeschoben. Auch in Frankreich war er offenbar bereits verurteilt worden. Französische Behörden stufen ihn nach Angaben der "Bild" als Intensivtäter ein.
  • Der vermutlich radikalisierte Mann soll nach Medienberichten vor seiner Flucht von Soldaten verletzt worden sein.
  • Nach Informationen des Senders France Info entkam er mit einem Taxi, das er gestohlen hatte. Etwa 350 Einsatzkräfte und mehrere Hubschrauber seien an der Fahndung beteiligt, sagte Innenminister Castaner.
  • Frankreichs Regierung ließ nach dem Anschlag die höchste nationale Sicherheitswarnstufe ausrufen.
  • Nach Informationen des Bürgermeisters von Straßburg, Roland Ries, kontrolliert die Bundespolizei mehrere Grenzübergänge von Deutschland nach Frankreich. Die Bundespolizei erklärte, es gebe Kontrollen an vier Grenzübergängen nach Frankreich.
  • Unter den bei dem Attentat getöteten ist ein 45 Jahre alter Tourist aus Thailand, wie das Außenministerium in Bangkok bestätigte. Er sei zusammen mit seiner Frau zu einem Urlaub in Frankreich gewesen. Das Paar war erst wenige Stunden zuvor eingetroffen. Die Frau blieb dem Ministerium zufolge unverletzt. Nach Medienberichten starb der Thailänder durch einen Schuss in den Kopf. Ob Deutsche bei dem bei Deutschen sehr beliebten Weihnachtsmarkt in Straßburg ums Leben kamen, das ist aktuell unklar.
  • Der mutmaßliche Täter hätte einem Medienbericht zufolge eigentlich schon am Dienstagmorgen verhaftet werden sollen. Wie France Info unter Berufung auf Polizeiquellen berichtete, war er jedoch nicht zu Hause. Demnach wird dem 29-Jährigen versuchter Mord vorgeworfen. Bei der Durchsuchung seiner Wohnung Stunden vor den Schüssen sollen Granaten gefunden worden sein, wie France Info und die Zeitung "Le Parisien" berichteten.

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