23. August 2019, 15:11 Uhr

WOCHENDTIPPS

Dick aufgetragen

Spiele, Messaging, Fotos, Netzwerke: Der digitale Mensch verbringt viele Stunden seines Tages an Smartphone und Co. Für manchen ist sein Mobilgerät fast schon zu einer Sucht geworden. Doch es gibt ein Entkommen.
23. August 2019, 15:11 Uhr
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Aus der Redaktion
Bei der App »Forest« können sich Nutzer einen virtuellen Wald verdienen, wenn sie ihr Smartphone eine bestimmte Zeit nicht anrühren. (Foto: forestapp.cc/dpa)

Laubach, Schlosspark, Samstag 13 Uhr und Sonntag 10.30 Uhr

»Blues, Schmus und Apfelmus« (Bluesfestival)

Gießen, Schiffenberg, Samstag, 20 Uhr

Gießener Kultursommer: Ben Zucker

Marburg, Kulturscheune Michelbach, Samstag, 20 Uhr

Kultursommer Mittelhessen: Amy Winehouse - Love is a Losing Game (mit Franziska Knetsch)

Bad Vilbel, Wasserburg, Samstag, 20.15 Uhr

Burgfestspiele: »Pension Schöller«

Dortelweil, Kultur- und Sportforum, Sonntag, 18 Uhr

»Bohemian Night« (Tribute to Queen)

Nach dem Aufwachen bringt die 13-jährige Tochter noch 45 Kilo auf die Waage, nach dem Schminken gefühlt 48. Kommen Mädchen in die Pubertät, sehen sich viele Eltern mit der Situation konfrontiert, dass Mädchen kiloweise Make-up, Lidschatten und Eyeliner verwenden. Eltern haben dafür oft kein Verständnis. Aber wie sollten sie sich verhalten? Verbieten, erlauben, mitmachen?

»Töchter probieren sich aus, sie grenzen sich bewusst von ihrer Familie und den dort geltenden Schönheitsidealen ab«, erklärt Erziehungscoach Kira Liebmann aus München. Das sei normal und gehöre zum Prozess des Erwachsenwerdens dazu. Mädchen testen das Gegenteil dessen, was ihnen vorgelebt wird, um danach selbst zu entscheiden, welcher Weg denn nun der ihre ist. »So sieht man Töchter von eher natürlichen Müttern oft extrem geschminkt und Töchter von gerne auffällig geschminkten und gestylten Müttern nach Natürlichkeit streben«, sagt Liebmann, die als Pubertäts-Überlebenstrainerin Eltern coacht.

Protest und Schutz

Opponieren ist aber nicht der einzige Grund. »Mit dem starken Schminken ziehen sich viele Mädchen auch eine Art Schutzpanzer an, eine Maske hinter der sie Unsicherheiten verstecken können«, weiß die Erziehungs-Expertin.

Gegen das Extrem-Schminken anzureden, bringe gar nichts. Je mehr Eltern dagegen sind, desto stärker wird die Tochter dafür sein. Liebmanns Ratschlag: durchatmen und aussitzen. Die Phase geht auch wieder vorbei. »Die wenigsten 20-Jährigen schminken sich noch so grell und zum Teil unpassend wie eine 15-Jährige«, beruhigt Liebmann. Die Mädchen bräuchten Zeit, selbst herauszufinden, was zu ihnen passt.

Oft befürchten Eltern, dass ihre Töchter so erwachsen geschminkt Begehrlichkeiten bei Männern wecken könnten. »Ungeschminkt aus dem Haus zu gehen, ist aber kein Schutz davor«, erklärt Liebmann. Sie appelliert vielmehr, Mädchen früh beizubringen: »Mein Körper gehört mir und nur ich bestimme, wer ihn anfassen darf!«

Egal ob geschminkt oder nicht - niemand habe das Recht, sich an einem Mädchen zu vergreifen. Liebmann rät: »Dieses Selbstbewusstsein sollte Kindern vermittelt werden, statt ihnen den Lidschatten zu verbieten.« dpa

Ein Weg zu einem nachhaltigerem Leben ist, Kleidung länger im Kreislauf zu halten statt jede Saison neu einzukaufen. Die Lust am Shopping sinkt aber nur, wenn man trotzdem immer wieder was Neues im Schrank hat. Das geht zum Beispiel über eine Kleidertauschparty. Diese lässt sich einfach mit den eigenen Bekannten im kleinen Kreis organisieren. Jeder Teilnehmer hat am besten ungefähr die gleiche Größe, sonst lassen sich aber auch Accessoires tauschen. Der Rat für Nachhaltige Entwicklung empfiehlt, dass jede Person fünf bis zehn aussortierte Stücke mitbringt.

Aus dem eigenen Schrank nimmt man jene Teile mit, die man im vergangenen Jahr nicht oder kaum getragen hat. Alles sollte in einem guten Zustand und gewaschen sein. Ein weiterer Tipp: Angefangen wird mit dem Tausch erst, wenn alle da sind. dpa

Ein Faible für gehobenen Quatsch und viel Sinn für skurrilen Humor - das gehört untrennbar zur Hamburg-Berliner Soul-Punk-Truppe Die Liga der gewöhnlichen Gentlemen. Es beginnt schon beim Bandnamen (abgekürzt DLDGG), der Sean Connerys Film »Die Liga der außergewöhnlichen Gentlemen« (2003) auf Normalmaß herunterstutzt. Nach Vorgängerwerken wie »Alle Ampeln auf Gelb« (2014) oder »Rüttel mal am Käfig, die Affen sollen was machen!« (2016) gibt’s auch jetzt wieder eine Menge zu lachen: Das fünfte Studioalbum »Fuck Dance, Let’s Art!« verabreicht allen Fans dieser grandiosen Live-Band 32 Minuten puren DLDGG-Stoff. »Die musikalisch gewordene Mischung aus preiswerter Partydroge und libertärer Splittergruppe«, so beschreibt Frontmann Carsten Friedrichs seine 2012 gegründete Band. dpa

Die Fußgängerampel ist gerade rot geworden. Das bedeutet: kurz warten. Und selbst in diesen wenigen Sekunden greifen viele zum Smartphone - wenn sie nicht schon mit dem Handy in der Hand die Straße entlanggelaufen kamen. Smartphones sind allgegenwärtig, die nächste Nachricht wartet schon. Nichts scheint dringlicher.

Um dieser Smartphone-Omnipräsenz entgegenzuwirken, gibt es immer mehr Apps und Strategien. Selbst Google oder Apple entwickeln inzwischen Tools zur digitalen Selbstkontrolle. »Die neuesten Ausgaben von iOS und Android haben serienmäßig praktische Statistikfunktionen an Bord. Mithilfe der sogenannten Bildschirmzeitassistenten können Nutzer überwachen, wie viele Minuten, Stunden oder Tage sie in Apps verbracht haben«, erklärt Andreas Weck vom Digitalmagazin »t3n«.

Bei Android ist diese Funktion seit Android 9 Pie im System integriert. Nutzer finden sie unter Einstellungen und indem sie dann »Digital Wellbeing«, bei manchen Geräten auch »Digitales Wohlbefinden«, auswählen. Alternativ lässt sich die App für ältere Betriebssysteme im Play Store herunterladen. »Auf der Übersichtsseite sieht der Verbraucher, wie lange er das Smartphone bislang genutzt hat beziehungsweise wie lange der Bildschirm eingeschaltet war«, beschreibt Alexander Kuch vom Telekommunikationsportal »Teltarif.de«.

Es lässt sich eine maximale Nutzungsdauer von Apps festlegen. Wer gerade in den Abendstunden viel Zeit am Smartphone verbringt und dies reduzieren will, dem hilft der Entspannungsmodus. Ab der festgelegten Zeit werden die Farben auf dem Display durch Graustufen ersetzt.

Bei Apple-Geräten nennt sich die Funktion »Bildschirmzeit« und ist seit iOS 12 in den Einstellungen zu finden. Über das Feature »Auszeit« lässt sich ein Zeitplan für die bildschirmfreie Zeit festlegen. Darüber hinaus können Verbraucher über »App-Limits« täglich Zeitlimits für App-Kategorien festlegen.

Grundsätzlich haben die Statistiken, die solche Apps erheben, Auswirkungen auf die Anwender. Es führt ihnen den Smartphone-Konsum in Zahlen vor Augen. In der Folge ändert sich unter Umständen das Nutzungsverhalten und man denkt über seine Gewohnheiten nach.

Zahllose Apps wollen dabei helfen, das Mobilgerät für einen Moment aus der Hand zu legen. Bei »Forest« etwa können Nutzer virtuelle Bäume pflanzen, wenn sie ihr Smartphone für eine bestimmte Zeit nicht anrühren. Solange die Software genutzt wird, wächst die Pflanze. Und man kann virtuelle Münzen sammeln und einsetzen, mit denen laut den Betreibern der App echte Bäume gepflanzt werden sollen.

Am besten ist es jedoch, wenn Nutzer ganz ohne Hilfe von Apps und Co. das Smartphone aus der Hand legen. »Man kann sich beispielsweise schon am Vorabend überlegen, welche Zeiten man für die Smartphone-Nutzung verwenden möchte - und sich dann auch daran halten«, rät Kuch. Wer dies nicht ganz allein schafft, kann sich einen Freund oder ein Familienmitglied als Kontrolleur suchen und diesem erlauben, einem vorübergehend das Smartphone wegzunehmen.

Ein weiterer Kniff ist es, das Smartphone beim Zubettgehen im Wohnzimmer zu lassen. Bei Kneipenabenden bietet sich das Turmspiel an. »Alle Smartphones werden übereinander gestapelt. Wer zuerst sein Smartphone aus dem Turm zieht, bezahlt die nächste Runde für den Tisch«, beschreibt Weck. Wer Geld sparen will, überlegt es sich zweimal, ob er Instagram checkt.

»Vielleicht probier ich mal Yoga aus« - so heißt es oft, aber dann bleibt es bei diesem Vorsatz. Denn angesichts des breiten Angebots an Yogastilen ist die Auswahl oft schwierig. Und so unterscheiden sich einzelne Yogastile:

Wer auf einen durchtrainierten Körper Wert legt und sich gerne richtig ins Zeug legt, kann es zum Beispiel mit Crossfit Yoga oder Vinyasa Yoga probieren. Wie der Name verrät, handelt es sich bei Ersterem um eine Mischung aus Crossfit und Yoga. Bei Vinyasa Yoga stehen fließende Bewegungen im Mittelpunkt. Die anstrengenden Übungen eignen sich gut für den Kraftaufbau.

Entspannung und Ruhe findet man hingegen eher bei anderen Varianten wie Iyengar Yoga. Neben Präzision spielen auch Hilfsmittel wie Blöcke und Bänke hier eine wichtige Rolle. Mit den Übungen soll die Selbstwahrnehmung verbessert werden. Auch für Yin Yoga sollte man Geduld mitbringen: Die Übungen finden meist im Sitzen und Liegen statt und sollten bis zu sieben Minuten gehalten werden. Dadurch sollen Muskeln, Bänder und Sehnen gedehnt werden. dpa



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