01. September 2017, 16:33 Uhr

Am Rande des Nervenzusammenbruchs

01. September 2017, 16:33 Uhr
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Von DPA
Catrin Striebeck und Matthias Brandt verkörpern das Ehepaar. (Fotot: dpa)

Der Terror ist in dem Fernsehfilm mit dem Arbeitstitel »Toulouse« überall – innen und außen. In einem schicken Hotelzimmer zerbricht die Beziehung eines langjährigen Ehepaars endgültig. Die Gefühle variieren stark, das Ehepaar liebt, bedroht und terrorisiert sich. Über die Medien dringen Nachrichten über einen Terroranschlag in Toulouse ins Zimmer. Während dort die Opferzahl steigt, kommt es in dem Hotelzimmer zur finalen Abrechnung.

Der Hessische Rundfunk dreht diese Verfilmung des gleichnamigen Theaterstücks in Offenbach, der Film soll vermutlich im kommenden Jahr in der ARD zur besten Sendezeit gezeigt werden. »Ich spiele einen Mann am Rande des Nervenzusammenbruchs«, erzählt der Grimmepreisträger Matthias Brandt, der in die Rolle des Ehemanns schlüpft. Geschrieben wurden sowohl das Theaterstück als auch das Drehbuch von dem Österreicher David Schalko. Es ist ein ungewöhnlicher Filmstoff mit nur zwei Schauspielern und Kammerspiel-Charakter.

Spezielle Herausforderung

Die Geschichte: Nach 19 Jahren Ehe und kurz vor der Scheidung trifft sich das äußerst wohlhabende Ehepaar Gustav und Silvia noch einmal in einem mondänen Hotel irgendwo an der französischen Küste. Er hat schon eine neue Freundin. Der hat er erzählt, er sei bei einer Konferenz in Toulouse. Doch ausgerechnet in diesem Konferenzzentrum ereignet sich der Anschlag mit vielen Toten. »Emotional ist bei dem Paar viel auf der Strecke geblieben«, sagt Catrin Striebeck, die in dem Film die Ehefrau spielt.

Die Geschichte spielt in Echtzeit, es gibt nur einen Handlungsort. »Das hat schon was von Theaterbedingungen, es ist sehr intensiv«, erzählt Brandt. Statt wie gewohnt durcheinander zu drehen, wird hier chronologisch gearbeitet. Die Kamera läuft bis zu 15 Minuten lang durch. Die beiden Schauspieler sind ständig im Fokus und müssen sich ungewöhnlich viel Text merken. dpa



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